Sammlung von Newsfeeds

Is GSOC a whitewashing project?

Ingo Jürgensmann - 8. Mai 2013 - 22:50

"The same procedure as last year, Ms. Sophie?" - "The same procedure as every year, James!" - at least when summer is coming, every year Google starts its "Google Summer of Code" (GSoC). This contest is a yearly event since 2005. Wikipedia states: 

The Google Summer of Code (GSoC) is an annual program, first held from May to August 2005,[1] in which Google awards stipends (of 5,000 USD, as of 2013)[2] to hundreds of students who successfully complete a requested free and open-source software coding project during the summer. The program is open to students aged 18 or over – the closely related Google Code-In is intended for students under the age of 18.

[...]

The program invites students who meet their eligibility criteria to post applications that detail the software-coding project they wish to perform. These applications are then evaluated by the corresponding mentoring organization. Every participating organization must provide mentors for each of the project ideas received, if the organization is of the opinion that the project would benefit from them. The mentors then rank the applications and decide among themselves which proposals to accept. Google then decides how many projects each organization gets, and asks the organizations to mark at most that many projects accordingly.

Sounds nice, eh? Submit a nice project, do some cool coding and get 5000.- US-$ for having some sort of fun!

While writing Open Source software (FLOSS/Libre Software), often there's no money it. It's an honory task, just for the benefit of creating a better world. A little bit, at least. Doing some coding on FLOSS and getting paid is great, eh?

But think twice! Maybe Google is not that friendly company it always states that it is? In the first place Google is a company and wants to earn money. And it has a mantra: "Don't be evil!" But the companys main purpose is to earn money and it will do anything to achieve this.

Think of GSoC as a cheap marketing project for Google. A contest for whitewashing Googles image. They can say: "hey, look! We are supporting the FLOSS community! We are not evil!" And you can look at GSoC as a cheap recruitment program for Google. Overall it appears that Google has a bigger benefit from GSoC than the participants as a single or than FLOSS community as a whole. There is a danger that the community gets pocketed by Google instead of enforcing the FLOSS standards and being as independant as possible.

Sure, you need to pay bills, get something to eat and so on, but do you really want to help Google to whitewash its image as a monopolistic company? Or would it be worth to try out some sort of crowd funding when you have a great idea for a program you want to write?
 

Kategorie: DebianTags: DebianGoogleOpenSource 
Kategorien: Private Blogs

Verfassungsklage gegen Bestandsdatenauskunft gestartet

Ingo Jürgensmann - 7. Mai 2013 - 20:44

Letzte Woche Freitag hat der Bundesrat das Änderungsgesetz zur Bestandsdatenauskunft durchgewunken. Damit werden die Abfragen bei Internet- und Telefonanbietern neu geordnet. Zusätzlich zu den bisherigen Daten wie Name, Adresse und etwa Bankverbindung, können die Behörden nun auch weitere Daten wie PIN und PUK des Handys oder Passwörter und IP-Adressen abfragen. Ebenso aber auch die Konfiguration des DSL-Routers. Und das nicht nur bei schweren Straftaten, sondern auch bei einfachen Ordnungswidrigkeiten. Nähere Infos finden sich auf www.bestandsdatenauskunft.de.

Daß es quasi kaum noch Privatsphäre geben kann, wenn die Behörden über PIN und Passwörter verfügen, sollte einleuchtend sein. Offenbar aber nicht den Parteien in Bundestag und Bundesrat. Hoffen wir, daß zumindest das Bundesverfassungsgericht diese Gefahr sehen wird, denn zwei Aktivisten und Piraten haben nun eine Verfassungsklage angekündigt: Katharina Nocun aus Osnabrück und Patrick Breyer aus Kiel:

Die Verfassungsbeschwerde ist so aufgebaut, daß es exemplarisch verschiedene Beschwerdeführer geben wird und alle anderen diese mit ihrer Vollmacht unterstützen. Die Klage wird übrigens von Meinhart Starostik vertreten, der auch schon bei vorherigen Klagen in Karlsruhe verantwortlich zeichnete.

Da mit der Unterstützung der Klage keinerlei Kosten verbunden ist, kann man also getrost sich auf http://stopp-bda.de/ beteiligen.

Kategorie: AllgemeinesTags: BVErfGAktionGrundrechPiratenpartei 
Kategorien: Private Blogs

Peter Gingold: Flucht im Boulevard St. Martin vor 70 Jahren

Ingo Jürgensmann - 23. April 2013 - 7:46

Foto by: TuPG, Lizenz: CC-BY-SA-2.0-DE

Heute jährt sich die Flucht von Peter Gingold aus den Klauen der Gestapo in Paris. Am Karfreitag, d. 23. April 1943, gelang dem Widerstandskämpfer Peter Gingold, nachdem er im Februar verhaftet worden war. Wikipedia schreibt hierzu: 

Er emigrierte im Herbst 1933 nach Frankreich, arbeitete bei der deutschsprachigen antifaschistischen Tageszeitung „Pariser Tageblatt“ und war in einer kleinen Gruppe des KJVD in Paris politisch tätig. Im Juni 1936 gründete er in Paris mit anderen jungen deutschen Antifaschisten die Freie Deutsche Jugend (FDJ) und lernte dort Ettie Stein-Haller, seine spätere Frau, kennen. 1937 trat er in die Kommunistische Partei Deutschlands ein. Im Januar 1940 heiratet er Ettie Stein-Haller und wurde im Mai als „deutschstämmiger Staatenloser“ von den Franzosen interniert. Im Juni wurde ihre erste Tochter Alice geboren.

Peter Gingold kehrte im Oktober nach Paris zurück und war im deutschen antifaschistischen Widerstand aktiv. Im Frühjahr 1941 gab er die Tätigkeit auf, da die Gestapo nach ihm fahndete. Er ging im April nach Dijon und wurde in der Travail allemand (TA), einer Gruppe in der Résistance, tätig, die antifaschistische Flugblätter unter den deutschen Soldaten verbreitete. Seine Aufgabe war unter anderem, den Kontakt zu den Soldaten der Wehrmacht herzustellen, um Hitler-Gegner herauszufinden und für die Zusammenarbeit in der Résistance zu gewinnen. Im Juli 1942 wurden zwei seiner Geschwister in Paris verhaftet und in das KZ Auschwitz deportiert. Im Februar 1943 wurde er in Dijon von der Gestapo verhaftet und mehrere Wochen lang verhört und gefoltert. Gingold wurde nach Paris überführt, dort gelang ihm im April die Flucht und nach ein paar Wochen war er wieder in der Résistance tätig. Im August 1944 beteiligte er sich am Aufstand zur Befreiung von Paris und ging als Frontbeauftragter des Nationalkomitees Freies Deutschland mit dem 1. Pariser Regiment nach Lothringen. 1945 wurde er von der US-Armee inhaftiert und kam wegen falschen Verdachts für kurze Zeit in ein französisches Kriegsgefangenenlager. Ende April war er als Frontbeauftragter bei den Partisanen in Norditalien und erlebte dort das Ende des Zweiten Weltkrieges.

Peter Gingold blieb bis zum Schluß ein entschiedener Kämpfer gegen Neonazis.

P.S.: Heute gibt Hannes Wader ein Konzert in Rostock, bei dem auch sein Lied über Peter Gingold "Boulevard St. Martin" gespielt werden wird. Schade, daß ich nicht dabei sein kann, sondern derzeit in Triest auf Dienstreise bin.

Kategorie: AllgemeinesTags: DemokratieFreiheit 
Kategorien: Private Blogs

Novartis verliert Patent in Indien

Ingo Jürgensmann - 2. April 2013 - 7:57

Das oberste Gericht in Indien hat entschieden: Das Patent von Novartis auf ein Krebsmittel ist in Indien nicht gültig, da es lediglich eine neuere Version eines alten Wirkstoffes sei, wie Spiegel berichtet

Indiens Oberster Gerichtshof hat mit einer Grundsatzentscheidung die Rechte armer Patienten gestärkt. Die Richter in Neu-Delhi wiesen am Montag eine Klage des Schweizer Pharmakonzerns Novartis ab, der seit 2006 für die Patentierung seines Krebsmittels Glivec stritt. Die indischen Behörden hatten dies mit der Begründung verweigert, dass das Mittel nur eine leicht veränderte Version eines älteren Wirkstoffs sei.

Novartis hatte argumentiert, man brauche das Patent, um Investitionen zu sichern, die in die Entwicklung des Medikaments geflossen sind. In 40 anderen Staaten, darunter den USA, ist die neue Glivec-Version patentiert worden. Die Gegenseite warf dem Pharmariesen vor, lediglich Gesetzeslücken ausnutzen zu wollen, um den Profit aus Arzneimitteln zu maximieren, deren Patent abgelaufen ist. Im vergangenen Jahr hatte Indiens Oberstes Gericht bereits dem Krebspräparat Sutent und dem Hepatitis-C-Mittel Pegasys mit einer ähnlichen Begründung ein Patent verwehrt.

Das ist eine großartige Entscheidung, die in vielen ärmeren Ländern Leben retten wird. Novartis hat für sein Krebsmittel wohl über € 3000.- pro Monat gefordert. Das Generika kostet hingegen lediglich gut € 60.- pro Monat. Und selbst das dürfte für einige Patienten in Indien und anderswo noch zu viel sein.

Außerdem ist dies ein gutes Beispiel, wofür wir letztes Jahr bei den ACTA -Protesten auf die Straße gegangen sind. Denn genau das war ein Kritikpunkt an ACTA, daß es die Beschlagnahmung auf dem Handelsweg von Generika erlaubt hätte. Wenn also zum Beispiel nun der indischer Gerichtshof Novartis das Patent abgesprochen hat und ACTA in Kraft gesetzt worden wäre, hätte das günstigere Medikamtent faktisch kaum exportiert werden können, weil ACTA dazu berechtigt hätte, das Generika zum Beispiel auf dem Weg von Indien nach Brasilien in Seehäfen zu beschlagnahmen.

Zur Erinnerung nochmal die Rede von Dr. Sybille Bachmann, MdBürgerschaft (Rostocker Bund) bei der Stop ACTA Demo am 11. Februar 2012 in Rostock:

 

Your browser does not support the video tag.

 

Auch von ACTA inzwischen zu Fall gebracht worden ist, zeigt die Entscheidung in Indien, wie wichtig es ist, gegen solche Vorhaben wir ACTA oder dessen Nachfolger TAFTA auf die Straße zu gehen und diesen Irrsinn zu stoppen. Patente behindern inzwischen meistens Innovation anstatt sie zu fördern, da sie häufig nur noch dazu eingesetzt werden, um Konkurrenz zu verhindern. Das Patentrecht muss international reformiert werden. Natürlich soll Innovation auch zukünftig geschützt werden können, aber das muss in einem Rahmen geschehen, der den Wettbewerb fördert und keine Leben gefährdet.

Kategorie: AllgemeinesTags: PolitikWirtschaftDemokratieACTA 
Kategorien: Private Blogs

Weltsozialforum in Tunis beendet

Ingo Jürgensmann - 1. April 2013 - 22:54

Es gab den einen oder anderen kurzen Bericht in den Medien über das Weltsozialforum in Tunis, zum Beispiel in der Tagesschau und auch bei Spiegel Online. Das Weltsozialforum ist eine Gegenveranstaltung zu den Weltwirtschaftsgipfeln der WTO. Doch auch wenn der Veranstaltungsort Tunis, wo der arabische Frühling mit der Vertreibung des Diktators Ben Ali begann, ein wichtiges Zeichen ist, bleibt die Veranstaltung dieses Mal nicht ohne Kritik, wie Spiegel schreibt: 

In den Medien wird deutlich, wie Tunesien versucht, vom Weltsozialforum und der damit verbundenen Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit zu profitieren. Die regierungsnahe und größte französischsprachige Zeitung des Landes, "La Presse", berichtete zur Eröffnung auf einer großen Doppelseite geradezu euphorisch über das WSF.

 

  Auch wenn die Konferenz mehr als "Festival" gesehen wird, "wo jeder auf seine Kosten kommt und für seine Sache kämpfen kann", schreiben die Blätter täglich über das Forum und die Anliegen der Teilnehmer auf der Titelseite. Manchmal nicht ohne ironische Seitenhiebe: Unter der Überschrift "Wirklich gegen das System?" spießt die Zeitung genüsslich die Finanzierung des WSF (Ford-Stiftung), der Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) oder der Nichtregierungsorgansiation Oxfam (britische Regierung) auf. Diese Geldgeber stünden der Globalisierung schließlich ganz und gar nicht kritisch gegenüber.

Natürlich ist es schwierig, wenn solche Organisationen eine Veranstaltung wie das WSF sponsoren, aber leider wird eine solche Veranstaltung wohl nie ohne Sponsoring auskommen. Umso wichtiger ist es natürlich, auf die Unabhängigkeit der Veranstaltung zu achten und sie zu bewahren. Denn eine Veranstaltung wie das WSF ist als Gegenpol zur WTO umso wichtiger, insbesondere wenn man den Artikel bei Spiegel weiter liest: 

Die tunesischen Medien reagieren sensibel auf den Einfluss des Westens und Anzeichen neuer Abhängigkeiten. Am Karfreitag berichtete "La Presse" von nicht-öffentlichen Verhandlungen der Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über einen Großkredit. Der Ton gegenüber dem IWF sei "unterwürfig", schreibt die Zeitung, die Folgen "verheerend" . Die Regierung schicke das Land für Generationen in die Abhängigkeit des "internationalen Finanzkapitalismus", der den Arabischen Frühling nutze, um sich in Tunesien, Ägypten oder Libyen einzukaufen.

Beim Begriff "Welthandelsorganisation" könnte man auf die Idee kommen, daß es sich um eine Organisation der UN handelt. Dem ist aber nicht so. Sie ist lediglich eine internationale Organisation, die es zum Ziel gesetz hat, sowohl Handelshemmnisse abzubauen als auch Deregulierung und Privatisierung voranzutreiben. Damit ist die WTO maßgeblich für die Globalisierungsfolgen verantwortlich. Bei Wikipedia gibt es weitere Kritikpunkte zu lesen:

Die Organisation Brot für die Welt beklagt die Rolle der WTO bei der fortschreitenden Globalisierung der Wirtschaften von südlichen Ländern durch die Forderungen nach der Privatisierung des Wassermarktes und nach dem Abbau von Schutzzöllen und Quoten. Länder, die über wenig Wasser verfügen, seien dadurch gezwungen, statt Grundnahrungsmitteln, die wenig Wasser benötigen, wasserintensive Produkte wie Getreide oder Zucker anzubauen. Die oft teurere Produktion von Exportprodukten für den Weltmarkt gefährde jedoch die Existenz von heimischen Kleinbauern. Zudem müssten die wasserarmen Länder dann viele ihrer Grundnahrungsmittel von den Industrieländern importieren, die häufig im Erzeugerland hochsubventioniert werden. Die Ernährungssicherheit vieler Länder würde noch stärker als heute schon von der Produktion in den Industrieländern, vom Weltmarkt und mächtigen Handelskonzernen abhängen.[9]

Jean Feyder hält liberalisierten Handel für nicht sinnvoll, da die Marktteilnehmer ungleiche Wettbewerbsbedingungen bzw. -vorteile hätten. Beispielsweise am Agrarsektor konkurrieren ungeschulte Kleinbauern mit Parzellen von weniger als einem Hektar und ohne Zugang zu Spritz- oder Düngemitteln mit agroindustriell erzeugenden Großunternehmen. Der zugleich mit dem Abbau von Schutzzöllen geforderte Rückzug des Staates aus Düngeberatung, Saatgutvergabe und Ernteankauf wird nicht schnell genug „vom Markt“ ersetzt, wodurch die betroffenen Kleinbauern in jedem Fall ins Hintertreffen gelangen. Werden dann hochsubventionierte Agrarprodukte mit Preisen unterhalb des Produktionspreises importiert, können die Kleinbauern ihre Produkte nicht mehr verkaufen, dann fehlt das Geld für Modernisierungen oder überhaupt zum Überleben[10][11].

Die WTO ist häufig zusammen mit der Weltbank (IWF) dabei, , wenn es darum geht, in Not geratenen Ländern zu "helfen", etwa durch Kredite von der Weltbank. Dafür verpflichten sich dann die Länder zu gewissen Auflagen, die zum Beispiel die Wirtschaft stärken sollen - wenn auch nicht unbedingt die Wirtschaft des entsprechenden Landes. Denn die Strategie ist meistens, daß die Kredite zurückgezahlt werden sollen. Hierfür wird dann die Privatisierung vorangetrieben und der Export von Gütern bekommt Vorrang gegenüber dem Binnenmarkt, um Devisen zur Tilgung der Kredite ins Land zu holen. Dadurch bricht dann häufig der Binnenmarkt zusammen und der einheimischen Wirtschaft geht es dann noch schlechter.

Das Weltsozialforum versucht nun, einen Gegenpol zu schaffen und die Zivilgesellschaft und damit auch die Demokratie zu stärken. Bleibt in der Tat also zu hoffen, daß auf dem WSF die Vernetzung vieler NGOs erfolgreich war und es viele neue Ideen und Ansätze gab, die Welt doch noch etwas gerechter zu machen.

Kategorie: AllgemeinesTags: WSFDemokratiePolitik 
Kategorien: Private Blogs

Störsender TV: Folge 1 - Finanzkasinokapitalismus

Ingo Jürgensmann - 31. März 2013 - 13:41

Anfang des Jahres hatte ich ja schon mehrfach über das Crowdfunding Projekt "Störsender TV" berichtet. Das Funding war erfolgreich und seit einigen Tagen können die Abonnenten bereits die erste Folge des Störsender TVs gucken und seit heute nun auch alle anderen:

Mitwirkende der ersten Folge sind: Dieter Hildebrandt, HG.Butzko, Hans Scharpf, Helge Peukert, Konstantin Wecker, Ecco Meineke & Jazz Big Band Association, Dieter Hanitzsch, Sigi Zimmerschied. 

Ich finde, für die erste Folge ist das Ergebnis gut geworden. Lediglich die Tonqualität (Hall) beim Interview mit Helge Peukert finde ich etwas schade und hoffe da bei den nächsten Folgen auf Besserung. Die Ausführungen, die Peukert macht, sind zwar nicht überraschend, aber doch erhellend. Auch der Beitrag von HG Butzko beleuchtet sehr schön die Ursachen unserer Finanzkrise anhand der Causa Jörg Asmussen (SPD), der auch entsprechend in der Lobbypedia gewürdigt wird und der seit Anfang 2012 bei der EZB unter anderem mit der Griechenlandkrise beschäftigt ist. Unglaublich! Da brauchen wir uns nicht weiter über die Finanzkrise wundern und daß eher die Banken als die Staaten gerettet werden.

Kategorie: AllgemeinesTags: StörsenderTVPolitikDemokratie 
Kategorien: Private Blogs

Bestandsdatenauskunft kommt

Ingo Jürgensmann - 22. März 2013 - 7:44

Der Bundestag hat gestern in einer ähnlichen Aktion wie beim Meldegesetz im letzten Jahr die Änderung des Telekommunikationsgesetzes zur Bestandsdatenauskunft durchgewunken. Bei der Änderung geht es unter anderem darum, daß bei Anfragen der Behörden bei Internet- oder Mobilfunkprovidern nicht nur die bisherigen Bestandsdaten wie Name, Adresse, Alter gespeichert und abgefragt werden, sondern auch zu Passwörtern, PINs und PUKs.

Wie man beim Artikel von Katharina in ihrem Blog am Screenshot der gestrigen Abstimmung sehen kann, wiederholt sich die Szenerie im Bundestag wie beim Meldegesetz: nur wenige Abgeordnete sitzen noch spät abends im Plenum und stimmen in 2. und 3. Lesung über ein Gesetz ab, was die Grundrechte von 80 Mio. Bundesbürgern verletzt.

Wir haben hier gleich mehrere Probleme: 

  1. Es wurde mal wieder nicht die Beschlußfähigkeit des Bundestages festgestellt, obwohl das jeder popelige Sport-, Tauben- oder Briefmarkenverein bei Mitgliederversammlungen machen muss.
  2. Wie gestern auf Twitter bekannt wurde, scheint auch die ehemals vorhandene Mehrheit im Bundesrat zu bröckeln, weil unter anderem Nordrhein-Westfalen eingeknickt ist. Damit wird das nicht zustimmungspflichte, aber widerspruchsfähige Gesetz ungehindert den Bundesrat passieren können.
  3. Die Bestandsdatenauskunft kann bereits bei einfachen Ordnungswidrigkeiten erfolgen. Das heißt zum Beispiel beim Falschparken. Eine Herausgabe von PINs und Passwörtern lehne ich kategorisch ab, da dies für mich zum unbedinten Schutzbereich des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung gehört.

Insgesamt wieder ein trauriges Ergebnis unserer Demokratie.

Patrick Breyer, der bereits gegen die alte Fassung der Bestandsdatenauskunft geklagt und in Teilen Recht bekommen hatte, hat bereits angekündigt, wieder in Karlsruhe beim Bundesverfassungsgericht zu klagen.

Kategorie: AllgemeinesTags: DatenschutzDemokratiePolitikFreiheitPrivacy 
Kategorien: Private Blogs

Kommunaler Ordnungsdienst Rostock

Ingo Jürgensmann - 19. März 2013 - 7:59

Auf der letzten Ortsbeiratssitzung in Warnemünde wurde unter anderem der Kommunale Ordnungsdienst Rostock, kurz: KOD, vorgestellt. Leider war ich nicht persönlich bei der Sitzung, aber eine Arbeitskollegin hatte mir dann am nächsten Tag Bericht erstattet. Zunächst zur Selbstdarstellung des KOD.

Auf der Webseite der Stadt findet sich folgender Text: 

Rostocker Ordnungsdienst im Einsatz

In Hamburg, Schwerin und vielen anderen Städten gehört er bereits zum alltäglichen Stadtbild: der kommunale Ordnungsdienst (KOD).
Am 03.12.2012 wurde in Rostock ein zweijähriges Pilotprojekt in drei Aufbauphasen gestartet. Die Aktionsmöglichkeiten und Aufgabenfelder eines Kommunalen Ordnungsdienstes im Rostocker Stadtgebiet sollen geprüft werden.

In der ersten Phase geht es ab Januar 2013 ausschließlich um die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten im Umweltbereich, wie z.B. illegale Haus- und Sperrmüllablagerungen. Außerdem werden die neuen Kontrollkräfte Grundstückbesitzer auf ihre Pflichten bezüglich Straßenreinigung und Winterdienst hinweisen. In der zweiten und dritten Projektphase kommen weitere Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben hinzu, die in anderen Bundesländern kommunale Ordnungsdienste bereits übernommen haben.

Zum Projektstart sind vier Kontrollkräfte und ein Innendienstmitarbeiter im Einsatz.
Sie sind jedoch keine Polizisten und setzen sich primär für die Verbesserung von Sauberkeit und Ordnung in der Stadt ein. Ordnungswidrigkeiten werden konsequenter verfolgt.
Die Sorgen und Nöte von Rostocker Einwohnerinnen, Einwohnern und Gästen sollen auf kurzen Dienstwegen geklärt und schnelle, bürgerfreundliche Lösungen gefunden werden.
Übersteigerte Erwartungshaltungen müssen in der zweijährigen Projektphase relativiert werden. Vier Außendienstmitarbeiter in Teilzeit mit eingeschränkten Tätigkeitsbereichen auf einer Stadtfläche von 181 km² können nicht ständig und überall präsent sein. Anregungen und konstruktive Kritik nehmen die Ordnungskräfte gern entgegen. Nur durch gegenseitiges Verständnis und Achtsamkeit im Handeln kann eine hohe Lebensqualität in der Hansestadt auf Dauer gewährleistet werden.

Im Bürgerportal www.klarschiff-hro.de können Mängel bzw. Ideen ebenfalls angezeigt werden.

Dort ist auch ein Flyer zum Download verlinkt (s.a. Anhang). Die Vorstellung des KOD in Warnemünde fiel nicht zur Begeisterung der Anwesenden aus. Der KOD soll wohl vornehmlich in Warnemünde patrouillieren, hat eine Handvoll von Mitarbeitern, die befristet angestellt zu sein scheinen und hochheitliche Aufgaben und Rechte haben. Das ganze soll auch, soweit ich mich erinnern kann, 600.000.- Euro für 2 Jahre kosten für Gehälter (5 Stellen a 30h, 1 Vollzeitstelle), Autos und Uniformen. 

Dabei soll der KOD vornehmlich erzieherisch tätig werden und erst einmal nur Verwarnungen aussprechen, etwa bei Verunreinigung auf den Gehwegen oder bei Nichtbeachtung der Räumpflichten im Winter. Erst im Wiederholungsfall sollen dann Maßnahmen erfolgen, also Strafen in Form von Ordnungsgeldern verhängt werden.

Was mir aber besonders sauer aufstößt, sind die polizeilichen Rechte des KOD. Dieser darf Personaldaten erheben, auf mein Grundstück oder meine Wohnung kommen und solcherlei Sachen. Laut Wikipedia darf ein Kommunaler Ordnungsdienst das auch. Interessant ist aber die Begründung bei Wikipedia, warum das so ist: 

Kommunale Ordnungsdienste sind seit Ende der 1990er Jahre vor allem in den größeren Städten des Landes Nordrhein-Westfalen eingerichtet worden, was als Reaktion der Städte und Gemeinden auf vermeintlich zunehmende Sicherheitsprobleme im urbanen Umfeld (offene Drogenszene, Verwahrlosungstendenzen, Straßenkriminalität, mangelnde Stadtsauberkeit) und die gleichzeitig schwindende Präsenz der staatlichen Polizei gewertet werden kann.

Weil das Land also bei seiner Polizei spart, wird eine neue polizeiliche Behörde geschaffen, nun auf kommunaler Ebene, deren Mitarbeiter aber im Zweifel nicht über die gleiche Ausbildung wie Polizeibeamte haben. Statt einer Polizei haben wir dann mehrere Polizeien. Auch wenn dies rechtlich zulässig ist, finde ich die Entwicklung äußerst bedenklich.

AttachmentSize
KOD Faltblatt.pdf1.9 MB
Kategorie: AllgemeinesTags: RostockPolitikPolizei 
Kategorien: Private Blogs

Friendica on Debian

Ingo Jürgensmann - 15. März 2013 - 7:40

I guess many of you do have an account on Facebook. Facebook, on the other hand, has many privacy issues, beside the fact that it is not a good idea to give away your own data to an maybe-evil monopolist. I'm a great fan of self-hosting. I host my own DaviCal instance for CalDAV/CardDAV to sync my mobile phone, running my own mailserver and of course my own webservers. And additionally to run my own Jabber server I now run my own Social Media service as well. It's an instance of Friendica.

Unfortunately there is no Friendica package in standard Debian repositories, but when you do some web searches, you might stumble upon a package on mentors.debian.net as I did. Of course it would have been possible to run Friendica by using the git repository, but that wouldn't help the Debian package at all.

Here are some caveats and issues I discovered when trying to install Friendica on a new Wheezy VM: 

  • php-pear is missing as dependency
  • the directory "object" is no included/copied from source and will give you an error like this: "Failed opening required 'object/BaseObject.php'"
  • when running with a different database host than on the same machine, it's a little bit awkward to convince db-common to make use of the remote host. But that's more a db-common issue, I think.
  • symlinking to /etc/friendica/htaccess/.htaccess is wrong as the symlink in /usr/share/friendica/.htaccess points to /etc/friendica/htaccess and gives you this error: "(9)Bad file descriptor: /usr/share/friendica/.htaccess pcfg_openfile: unable to check htaccess file, ensure it is readable"
  • invocation of scriptaculous is missing. Friendica looks for it in /usr/share/friendica/library/cropper/lib/, but can't find them there, because they are located in /usr/share/javascript/scriptaculous/ directory. This will result in being unable to upload and/or change your profile picture, because you can't crop your needed frame from the uploaded picture and the result will be a black profile picture afterwards.

As I'm unsure to report bugs against an not-included package in Debian, there's no bugreport within bugs.debian.org from me. I'm just saying this because of all these "where's your bug report, dude!?"-junkies out there. I'll mail my findings directly to Tobias (#693504) and Kamath.

Anyway, you can find me in Friendica at ij on nerdica.net and connect to me. Have fun with your Friendica installation! :-) 

PS: the registration on nerdica.net is basically open, but just needs my approval to prevent spam bots. So, feel free to join! :)

Kategorie: DebianTags: DebianSocialMediaInternetSoftware 
Kategorien: Private Blogs

Aus der Geschichte lernen?

Ingo Jürgensmann - 14. März 2013 - 8:01

Regelmäßige Leser des Blogs kennen mich als Mahner, daß wir aus unserer Geschichte lernen sollen, um die gleichen Fehler von damals im Heute oder der Zukunft zu vermeiden. Doch geht das überhaupt, aus der Geschichte lernen? Susanne Ebrecht hat hierzu einen lesenswerten Artikel in ihrem auch ansonsten empfehlenswerten Blog geschrieben: Why we can't learn from Holocaust

Die Überschrift ist natürlich ein bißchen eye-catchy, aber lesenswert ist der Artikel natürlich trotzdem, auch wenn ich natürlich mit dem Ergebnis, daß wir nicht aus der Geschichte lernen können, überhaupt gar nicht übereinstimme. Susanne schreibt: 

The youngest people who can remember the Second World War are already around 100 years. The contemporary witnesses are almost died out. We are in third generation after the war. The fourth generation will be born in a few years.

However, what did we learn? What is faded? Did we learn something at all? What did we learn from wars? Isn't all just always repeating? Aren't we running already into the next insurgence? Why can't we learn from history?

Ja, in der Tat. Vor kurzem ist Stéphane Hessel gestorben, was diesen Exodus an Zeitzeugen des Nazi-Terrors gut beschreibt. Auch wenn die letzten Zeitzeugen nun bald gestorben sind, leben wir im westlichen Europa doch in einer sehr langen friedlichen Zeit ohne Kriege. Es gab aber im südöstlichen Europa (Balkan) in den 90ern schreckliche Kriege, als der Eiserne Vorhang fiel. In der restlichen Welt gibt es aber immer noch viele Kriege und auch die sich ansonsten so friedlich gebenden Europäer mischen da fleißig mit.

What should we learn from Holocaust?

How could it happen at all? What was the causation?

When I was a school girl we had to read "The Wave" written by Morton Rhue. An American history teacher made an experiment with his class and showed that facism isn't far away - that facism is all around and in us.

The book made me thinking. The book shaped who I am. It showed the danger to me. It helped me to understand how the Holocaust could happen. It also showed me how we should behave so that it won't happen again. How we should behave to break the horror loop.

In der Tat: "Die Welle" (engl. Original: "The Third Wave") sollte eigentlich jeder gelesen haben. Es gibt eine amerikanische und eine deutsche Verfilmung des Stoffs. Ich halte die amerikanische für besser, die aber leider nicht aufzufinden ist.

We should have learned that we won't follow a command without thinking. That we always first think about what we are doing. That we always bear the full blame for all what we are doing, what we are thinking and what we won't do. We should learn to take stock of all what we are doing. We should learn to go into ourselves to reflect if we really are able to bear the burden, to figure out if we will be in balance with our mind, if we can have a good mind by doing what we plan to do. Instead of blind following commands we should just do for what we really are willing to bear the burden.

Additionally we should learn that we never should command other people. We should not pressure our will to others. We should accept other opinions. We should not denounce people having other opinions.

Was Susanne hier schreibt, kann man eigentlich nur unterstützen, aber gerade wir Deutschen scheinen einen Sinn für Obrigkeitsdenken und -gläubigkeit zu haben. Viele Leute wissen oder haben es im Gefühl, daß es in der Politik zum Beispiel nicht mehr so weiterlaufen kann, wie bisher. Trotzdem wählen sehr viele Leute konservative Parteien (CDU/CSU, teilweise SPD), die mit ihren immer gleichen Ansätzen zur Problemlösung diese Probleme eigentlich immer weiter verschlimmern, anstatt sie mit neuen Ansätzen zu lösen.

Es ist für einen selber ja auch sehr viel einfacher, in der Masse der Befehlsempfänger mitzulaufen, anstatt selber das Denken anzufangen und zu opponieren, wenn man etwas falsch findet. Die "da oben" haben auch nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen, sondern sind in ihrer Filterblase aus Beratern und Lobbyisten gefangen, wenn man sie da nicht regelmäßig herauszerrt und erdet. Diese Angst, aus der großen Masse auszubrechen, spricht Susanne ebenfalls an:

But the human fear to expel themself from the collective just because of having a different opinion is so big that most people just will follow the collective without thinking.

Aber genau das ist eigentlich notwendig, wenn wir die Gesellschaft nach vorne bringen wollen. Handeln wir immer nur wie bisher, dann können wir eben nicht aus der Geschichte lernen, sondern wiederholen sie bloß immer nur. Auf der einen Seite bewundern wir an Gedenktagen zum Beispiel die Widerstandskämpfer gegen die Nazis, aber der anderen Seite gehen wir dann unserem täglichen, duckmäuserischen Habitus weiter nach. Doch warum tun wir das?

My friend Gwenn Dana helped me understanding why we can't learn from Holocaust.

She made researches of some historical documents and figured out that you already will find educational advertising about these topic in Thomas gospel. Already 2000 years ago you can find free thinkers who understood that people need to learn a different way of thinking when you want to stop horrible tortures.

By studying Maharishi Maresh Yogi theories Gwenn Dana found that he thought that the critical mass to break the system is reached when there is one percent of understanding people.

It also was Gwenn Dana who showed me by taking historical examples what will happen when the system will break. She described it so nice within our dialogue that I just want to translate and quote her:

<quote>
#003300;">Our country already has reached the state that we create laws where you can ask afterwards "Why didn't you anticipate it? Were you sympathic to the system?"

#003300;">They all fall into the trap of beeing unable to establish a collective. Napoleopn, Che Guevera, Stalin, all the rebellion leaders. At the end the first who succumbed were the bishops who wanted to opposite the Roman country but in same move they founded a new empire under a Papa called "church" in which you can get lost same way.#003300;">
<end of quote>

Die freien Denker, wie es im Artikel von Susanne heißt, sind schon enorm wichtig. Früher waren dies mal unseren "Intellektuellen". Künstler, Schauspieler, Schriftsteller, Philosophen, Sänger, Liedermacher. Heute sitzen diese nur noch in Talk Shows und stellen ihr neuestes Buch, Album oder Film vor. Gesellschaftliche Diskussion? Fehlanzeige! Es bringen also immer weniger Leute die freien Gedanken unter die Leute. Somit wird natürlich auch das kritische Quorum nicht erreicht, egal ob es nun bei 1% oder 10% liegt.

Aber ich denke schon, daß wir aus der Geschichte lernen können. Das impliziert aber natürlich, daß wir uns mit unserer Geschichte befassen und auch daraus lernen wollen. Und vor allem, daß wir das Gelernte nicht vergessen! Denn da sehe ich das eigentliche Problem der im Artikel-Titel gestellten Frage, warum wir nicht aus dem Holocaust lernen können: Lernen können wir schon, aber wir dürfen nicht vergessen und müssen uns immer wieder aufs Neue damit beschäftigen und uns daran erinnern. Und es darf uns nicht egal sein. Wir müssen den Mut haben, Unrecht zu benennen, wenn wir ihm begegnen. Mut kostet Kraft, aber wir müssen heute vielfach nicht um unser Leben fürchten, wie es die Widerstandskämpfer damals mussten. Deshalb sollte es uns eigentlich ein Leichtes sein, diesen Mut zu beweisen und uns einzumischen, nicht zu vergessen, mitzumischen und dafür zu sorgen, daß wir eben doch aus unserer Geschichte lernen können.

Es liegt an jedem selbst und jeder hat die Macht, dazu beitragen, daß wir Geschichte nicht bloß wiederholen.

Kategorie: AllgemeinesTags: PolitikBürgerrechteDemokratie 
Kategorien: Private Blogs

test

Ingo Jürgensmann - 12. März 2013 - 7:42

Blackoutday 2013!
X Schließen

//--> Kategorie: Allgemeines 
Kategorien: Private Blogs

SMVcon in Warnemünde

Ingo Jürgensmann - 9. März 2013 - 20:46

Heute und morgen finde im Technologiepark Warnemünde die SMVcon der Piratenpartei MV statt, also eine Konferenz zu und über die Ständige Mitglieder-Versammlung innerhalb der Partei. Mit Hilfe der SMV versucht will die Piratenpartei neue Wege in der basisdemokratischen Beteiligung finden. Rund 40-60 Piraten sind schätzungsweise der Einladung nach Rostock gefolgt und diskutierten in der unvergleichlichen Art und Weise der Piratenpartei das Für und Wider dieser neuen Beteiligungsform im Internet, die zwar nicht die Bundesparteitage ersetzen, aber zumindest sinnvoll ergänzen und von einiger Last befreien können soll, in dem zum Beispiel Meinungsbilder bereits vor solchen Parteitagen in der SMV eingeholt werden können.

   
   

 Doch nicht nur Meinungsbilder sollen über die SMV eingeholt werden, sondern auch Abstimmungen, wie Spiegel im Bericht über die SMV schreibt: 

Bislang werden mit der Software Liquid Feedback auf Bundesebene zwar Meinungsbilder der Basis eingeholt. Verbindliche Beschlüsse kann die Basis aber nur auf Parteitagen treffen. Finale Abstimmungen nur mit physischer Präsenz? Das ist oldschool und undemokratisch, kritisiert ein Teil der Piratenpartei. Einige Piraten wollen durchsetzen, dass Abstimmungen im Netz auch zu offiziellen Positionen werden können.

Aber es gibt auch Gegner der SMV in der Piratenpartei wie Patrick Breyer: 

Ein Votum für oder gegen die SMV wurde damals vertagt. Denn für viele Piraten ist das Instrument ein absolutes No-Go. Zu den Kritikern, die eine SMV kategorisch ablehnen, gehört neben dem bayerischen Piraten Andi Popp und dem früheren Bundesvorstand Matthias Schrade auch der schleswig-holsteinische Fraktionschef Patrick Breyer. "Natürlich ist es frustrierend, wenn man viel Arbeit in einen Antrag gesteckt hat und er aus Zeitgründen nicht behandelt wird", räumt Breyer gegenüber SPIEGEL ONLINE ein. "Aber die SMV ist sicher nicht die Lösung für das Problem."

Und so wird es auch morgen noch in Warnemünde zum Thema SMV viele Diskussionen geben. Bleibt nur zu hoffen, daß die Diskussionen morgen zielführender als die heutigen Geplänkel sein werden, die ich heute nachmittag mitbekommen habe. Auch wenn manche Anträge durchaus belustigend und erheiternd nach einem langen Tag der Diskussionen sein mögen, etwa um zu entscheiden, ob man die große Gruppe aufteilen will, um bestimmte Themen in kleinerem Rahmen zu diskutieren oder nicht. Aber letztendlich muss die politische Arbeit erledigt werden. Ob die SMV dabei helfen kann oder einfach eine weitere Zersplitterung der Meinungsbildung darstellt und die Piraten sich dort dann in endlosen Diskussionen aufreiben, muss die Zeit zeigen. Die Argumentation von Patrick Breyer ist aber auch nachvollziehbar. Verlagert die Partei das Hickhack von den Parteitagen dann bloß ins Internet oder werden die Parteimitglieder noch lernen, auch auf Parteitagen produktiv an Themen zu arbeiten?

Wie auch immer: dieses Jahr ist Wahljahr und die Piratenpartei liegt inzwischen bei nur noch 2%. Sie müssen sich etwas einfallen lassen, wenn sie wieder als politische Kraft wahrgenommen werden wollen.

Kategorie: AllgemeinesTags: PiratenparteiWarnemündeRostockDemokratiePolitik 
Kategorien: Private Blogs

Schweiz regelmentiert Managergehälter

Ingo Jürgensmann - 4. März 2013 - 7:47

Gestern haben die Schweizer Bürger über einen Volksentscheid abgestimmt, um das außer den Fugen geratene System von immens hohen Managergehältern und Bonuszahlungen zu regelmentieren. Die sogenannte "Minder-Initiative" von Thomas Minder, die den nicht weniger tollen offiziellen Namen "Initiative gegen die Abzockerei" hat, hat gestern eine breite Zustimmung von 67,9% bekommen, obwohl die Wirtschaft mit einer Millionen-teueren Anti-Kampagne dagegenzusteuern versucht hatte. Spiegel schreibt zum Volksentscheid: 

Damit bekommt die Schweiz eines der schärfsten Aktienrechte der Welt. Die Initiative will erreichen, dass künftig die Aktionäre eines Unternehmens über die Gehälter an der Spitze entscheiden. Ein "Goldener Handschlag" beim Weggang aus einem Konzern und Begrüßungsmillionen vor dem Beginn eines Arbeitsverhältnisses sollen verboten werden. Auch Prämien bei Firmenkäufen oder -verkäufen soll es künftig nicht mehr geben.

Bei Zuwiderhandlungen drohen Unternehmensvorständen künftig Haftstrafen von bis zu drei Jahren sowie hohe Geldbußen.

Damit dürften einige der Gehaltsexzesse in der Wirtschaft beendet werden, vorausgesetzt natürlich, daß es keine Schlupflöcher geben und das Gesetz inklusive Geld- und Haftstrafen bei Zuwiderhandlungen konsequent angewandt wird.

Der Erfolg des Volksentscheids hat offenbar auch die hiesige SPD beeindruckt, die wiederum ihrerseits nun im beginnenden Wahlkampf auf den Zug aufzuspringen möchte:

Dem Beispiel will die SPD nun folgen. "Der Volksentscheid ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um der Abzockerei im Management auch andernorts zu begegnen", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Joachim Poß der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Wäre es nicht die SPD, bei der man ein Umfallen kurz nach der Wahl erwarten muss, dann wäre das eine tolle Sache. Aber auch die CDU äußert sich positiv über das Schweizer Ergebnis: 

Auch der CDU-Wirtschaftsexperte Michael Fuchs äußerte sich positiv über die Schweizer Initiative. "Gehaltsentscheidungen der Unternehmen werden so von den Eigentümern, nicht vom Staat getroffen", sagte der Vize-Fraktionschef der "Bild"-Zeitung. "Die Aktionäre wissen genau, was sie sich leisten können." Es sei besser, wenn die Aktionäre entscheiden würden, als wenn sich der Staat einmische, ergänzte Fuchs in der "Berliner Zeitung". Die Aktionäre seien Miteigentümer ihres Unternehmens und hätten daher kein Interesse, ihm zu schaden.

Da wäre ich allerdings skeptisch. Ich finde schon, daß sich der Staat da einmischen sollte, denn die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, daß die Gier doch häufiger größer ist als die Vernunft  und wenn man den Aktionären höhere Renditen verspricht oder kurzzeitig verschafft, dann werden die auch den höheren Gehältern zustimmen. Der Ansicht sind wohl auch die Linken:

Linken-Parteichefin Katja Kipping sagte den Blättern der "WAZ"-Gruppe: "Dass ein Dax-Vorstand 54 mal so viel verdient wie ein Angestellter, ist sachlich durch nichts als Gier zu begründen."

Interessant und wichtig ist eigentlich das Signal, das vom Volksentscheid ausgeht: die Schweiz, das Banker-Land schlecht hin, das für seinen internationalen Finanzmarkt bekannt und berüchtigt ist, tut endlich etwas gegen die Abzockerei und die Gehaltsexzesse und fürchtet nicht die Abwanderung der Banken, obwohl diese das natürlich in den schwärzesten Farben an die Wand bzw. Plakatwände gemalt haben.

Kategorie: AllgemeinesTags: PolitikWirtschaft 
Kategorien: Private Blogs

Stéphane Hessel gestorben

Ingo Jürgensmann - 27. Februar 2013 - 23:28


© Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Stéphane Hessel ist tot. Er starb in der Nacht zum Mittwoch, d. 27. Februar im hohen ehrwürdigen Alter von 95 Jahren in Paris. Über das Leben und Wirken von Stéphane Hessel informiert Wikipedia. In seinen letzten Lebensjahren wurde er nochmal mit seinem Essay "Empört Euch!" berühmt, gefolgt von "Engagiert Euch!"

Beides leidenschaftliche Aufrufe, sich einzumischen, sich zu engagieren und Widerstand zu leisten. Wer anderes als Stéphane Hessel ist berechtigt, von Widerstand zu sprechen? Hessel war in der französischen Résistance und hat gegen die Nazis gekämpft, wurde verhaftet und überlebte das KZ Buchenwald.

Nach dem Krieg hat er an der universellen Erklärung der Menschenrechte der UN mitgearbeitet und ist nicht erst seitdem ein entschiedener Kämpfer für die Menschenrechte und gegen Unrecht. Wer "Empört Euch!" und "Engagiert Euch!" noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen. Lest es und empört euch! Und engagiert euch!

Stéphane Hessel hatte ein langes, engagiertes Leben. Er war nicht nur ein körperlich großer Mann, sondern vor allem aufgrund seiner Taten und seines Handelns. Ein Grandseigneur des Widerstands!

Kategorie: AllgemeinesTags: PolitikDemokratieProtestWiderstand 
Kategorien: Private Blogs

Wahlen in Italien

Ingo Jürgensmann - 27. Februar 2013 - 7:55

Dieser Tage haben die Italiener mal wieder ein neues Parlament gewählt, das aus zwei Häusern besteht: dem Abgeordnetenhaus und dem Senat. Erstaunlicherweise hat sogar der mehrmalige Ex-Premier Silvio Berlusconi mit seiner Mitte-Rechts-Koalition so gut abgeschnitten, daß es für die Mitte-Links-Koalition um Pier Luigi Bersani nicht zu einer stabilen Mehrheit in beiden Häusern reicht und es ohne Berlusconi nicht gehen wird, wie Spiegel Online schreibt.

Die Schuld wird nun auf breiter Front und international bei der Protestbewegung "Fünf Sterne" um den Komiker Beppe Grillo gesucht, die überraschend gut 24% der Stimmen gewinnen konnte - die natürlich den anderen Parteien fehlen. Die internationalen Medien und Kommentatoren sprechen davon, daß Italien deswegen nun unregierbar geworden ist und die Krise in Europa verschlimmern wird. Der Ruf nach Neuwahlen wird laut.

Aber Neuwahlen, nur weil das Ergebnis den Gewählten nicht passt, weil sie ihr Business-as-usual nicht mehr weitermachen können? Verstehen das die Politiker, Medien und Kommentatoren in Europa unter Demokratie? Das kann ja wohl nicht deren Ernst sein!

Die Italiener haben gewählt und gut ein Viertel der Wahlberechtigten fand offensichtlich, daß die bisherige Politik das Land nicht weiter gebracht hat. Die Bewegung der "Fünf Sterne" ist unter anderem dafür angetreten, die bisherigen Politiker nach Hause zu schicken und mit der Korruption durch die Mafia Schluß zu machen, was offensichtlich den bisherigen Parteien nicht gelungen ist. Ob es der Bewegung gelingt ist ja auch noch fraglich, aber ein Viertel der bisherigen Abgeordneten dürfte die Bewegung schon nach Hause geschickt haben, indem sie nun deren Plätze im Parlament einnehmen kann.

Und noch etwas Weiteres ist durchaus positiv anzumerken: in der Protestbewegung engagieren sich überdurchschnittlich viele Junge und Frauen. Da die bisherige Altherrenpolitik in Italien offenbar die derzeitigen und teilweise Jahrzehnte alten Probleme nicht beseitigen konnte, weil sie vielmehr Teil des Problems war, besteht nun Hoffnung auf Änderung. Das ist der eigentliche Wahlerfolg der Italiener und von daher ein Grund zur Freude und zum Jubeln! Endlich besteht überhaupt einmal die Chance auf Veränderung im Land, auf frischen Wind. Endlich besteht Anlass zur Hoffnung, daß es eben kein "Weiter so!" geben wird, sondern daß nun neue Ideen und Methoden auf den Tisch kommen und vielleicht einmal problemorientiert gearbeitet wird.

Der Ruf nach Neuwahlen ist deshalb undemokratisch, weil er die Entscheidung des Wählers ignoriert. Die Wahl ist gelaufen und die Parteien haben sich gefälligst zusammen zu raufen und konstruktiv mit dem Wählervotum umzugehen. Sollte es Neuwahlen geben, ist die Krise in Italien nicht kleiner geworden, sondern um ein Vielfaches größer, denn zur wirtschaftlichen Krise käme noch die Demokratiekrise hinzu.

Kategorie: AllgemeinesTags: PolitikWahlItalienEU 
Kategorien: Private Blogs

Xen problems with VMs on 2.6.32-5-xen-amd64?

Ingo Jürgensmann - 26. Februar 2013 - 8:06

On Saturday there were some updates for Squeeze/Stable, for example a new/updated version of Xen hypervisor and kernels were downloaded and installed: 

gate:~# dir /var/cache/apt/archives/ base-files_6.0squeeze7_amd64.deb libxenstore3.0_4.0.1-5.6_amd64.deb bind9-host_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb linux-base_2.6.32-48_all.deb dbus_1.2.24-4+squeeze2_amd64.deb linux-image-2.6.32-5-amd64_2.6.32-48_amd64.deb dbus-x11_1.2.24-4+squeeze2_amd64.deb linux-image-2.6.32-5-xen-amd64_2.6.32-48_amd64.deb firmware-linux-free_2.6.32-48_all.deb lock gzip_1.3.12-9+squeeze1_amd64.deb openssh-client_1%3a5.5p1-6+squeeze3_amd64.deb host_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_all.deb openssh-server_1%3a5.5p1-6+squeeze3_amd64.deb libbind9-60_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb openssl_0.9.8o-4squeeze14_amd64.deb libcups2_1.4.4-7+squeeze3_amd64.deb partial libdbus-1-3_1.2.24-4+squeeze2_amd64.deb perl_5.10.1-17squeeze5_amd64.deb libdbus-glib-1-2_0.88-2.1+squeeze1_amd64.deb perl-base_5.10.1-17squeeze5_amd64.deb libdns69_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb perl-modules_5.10.1-17squeeze5_all.deb libisc62_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb ssh_1%3a5.5p1-6+squeeze3_all.deb libisccc60_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb tzdata_2012g-0squeeze1_all.deb libisccfg62_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb xen-hypervisor-4.0-amd64_4.0.1-5.6_amd64.deb libldap-2.4-2_2.4.23-7.3_amd64.deb xen-linux-system-2.6.32-5-xen-amd64_2.6.32-48_amd64.deb liblwres60_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb xenstore-utils_4.0.1-5.6_amd64.deb libperl5.10_5.10.1-17squeeze5_amd64.deb xen-utils-4.0_4.0.1-5.6_amd64.deb libssl0.9.8_0.9.8o-4squeeze14_amd64.deb

Unfortunately this update appears to be problematic on my Xen hosting server. This night it happened the second time that some of the virtual network interfaces disappeared or turned out to be non-working. For example I have two VMs: one running the webserver and one running the databases. Between these two VMs there's a bridge on the dom0 and both VMs have a VIF to that (internal) bridge. What happens is that this bridge becomes inaccessible from within the webserver VM.

Sadly there's not much to see in the log files. I just spotted this on dom0: 

Feb 26 01:01:29 gate kernel: [12697.907512] vif3.1: Frag is bigger than frame.
Feb 26 01:01:29 gate kernel: [12697.907550] vif3.1: fatal error; disabling device
Feb 26 01:01:29 gate kernel: [12697.919921] xenbr1: port 3(vif3.1) entering disabled state
Feb 26 01:22:00 gate kernel: [13928.644888] vif2.1: Frag is bigger than frame.
Feb 26 01:22:00 gate kernel: [13928.644920] vif2.1: fatal error; disabling device
Feb 26 01:22:00 gate kernel: [13928.663571] xenbr1: port 2(vif2.1) entering disabled state
Feb 26 01:40:44 gate kernel: [15052.629280] vif7.1: Frag is bigger than frame.
Feb 26 01:40:44 gate kernel: [15052.629314] vif7.1: fatal error; disabling device
Feb 26 01:40:44 gate kernel: [15052.641725] xenbr1: port 6(vif7.1) entering disabled state

This corresponds to the number of VMs having lost their internal connection to the bridge. On the webserver VM I see this output: 

Feb 26 01:59:01 vserv1 kernel: [16113.539767] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 01:59:01 vserv1 kernel: [16113.539794] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 02:30:54 vserv1 kernel: [18026.407517] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 02:30:54 vserv1 kernel: [18026.407546] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 02:30:54 vserv1 kernel: [18026.434761] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 02:30:54 vserv1 kernel: [18026.434787] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 03:39:16 vserv1 kernel: [22128.768214] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 03:39:16 vserv1 kernel: [22128.768240] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 04:39:51 vserv1 kernel: [25764.250170] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 04:39:51 vserv1 kernel: [25764.250196] IPv6: sending pkt_too_big to self

Rebooting the VMs will result in a non-working VM as it will get paused on creation and Xen scripts complain about not working hotplug scripts and Xen logs shows this: 

[2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (XendDomainInfo:101) XendDomainInfo.create(['vm', ['name', 'vserv1'], ['memory', '2048'], ['on_poweroff', 'destroy'], ['on_reboot', 'restart'], ['on_crash', 'restart'], ['on_xend_start', 'ignore'], ['on_xend_stop', 'ignore'], ['vcpus', '2'], ['oos', 1], ['bootloader', '/usr/lib/xen-4.0/bin/pygrub'], ['bootloader_args', ''], ['image', ['linux', ['root', '/dev/xvdb '], ['videoram', 4], ['tsc_mode', 0], ['nomigrate', 0]]], ['s3_integrity', 1], ['device', ['vbd', ['uname', 'phy:/dev/lv/vserv1-boot'], ['dev', 'xvda'], ['mode', 'w']]], ['device', ['vbd', ['uname', 'phy:/dev/lv/vserv1-disk'], ['dev', 'xvdb'], ['mode', 'w']]], ['device', ['vbd', ['uname', 'phy:/dev/lv/vserv1-swap'], ['dev', 'xvdc'], ['mode', 'w']]], ['device', ['vbd', ['uname', 'phy:/dev/lv/vserv1mirror'], ['dev', 'xvdd'], ['mode', 'w']]]]) [2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (XendDomainInfo:2508) XendDomainInfo.constructDomain [2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (balloon:220) Balloon: 2100000 KiB free; need 16384; done. [2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (XendDomain:464) Adding Domain: 39 [2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (XendDomainInfo:2818) XendDomainInfo.initDomain: 39 256 [2013-02-25 13:06:34 5781] DEBUG (XendBootloader:113) Launching bootloader as ['/usr/lib/xen-4.0/bin/pygrub', '--args=root=/dev/xvdb ', '--output=/var/run/xend/boot/xenbl.6040', '/dev/lv/vserv1-boot']. [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (XendDomainInfo:2845) _initDomain:shadow_memory=0x0, memory_static_max=0x80000000, memory_static_min=0x0. [2013-02-25 13:06:39 5470] INFO (image:182) buildDomain os=linux dom=39 vcpus=2 [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:721) domid = 39 [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:722) memsize = 2048 [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:723) image = /var/run/xend/boot/boot_kernel.xj7W_t [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:724) store_evtchn = 1 [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:725) console_evtchn = 2 [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:726) cmdline = root=UUID=ed71a39f-fd2e-4035-8557-493686baa151 ro root=/dev/xvdb [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:727) ramdisk = /var/run/xend/boot/boot_ramdisk.QavuAo [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:728) vcpus = 2 [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:729) features = [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:730) flags = 0 [2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:731) superpages = 0 [2013-02-25 13:06:40 5470] INFO (XendDomainInfo:2367) createDevice: vbd : {'uuid': '04d99772-cf27-aecf-2d1b-c73eaf657410', 'bootable': 1, 'driver': 'paravirtualised', 'dev': 'xvda', 'uname': 'phy:/dev/lv/vserv1-boot', 'mode': 'w'} [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing {'virtual-device': '51712', 'device-type': 'disk', 'protocol': 'x86_64-abi', 'backend-id': '0', 'state': '1', 'backend': '/local/domain/0/backend/vbd/39/51712'} to /local/domain/39/device/vbd/51712. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing {'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/vbd/51712', 'uuid': '04d99772-cf27-aecf-2d1b-c73eaf657410', 'bootable': '1', 'dev': 'xvda', 'state': '1', 'params': '/dev/lv/vserv1-boot', 'mode': 'w', 'online': '1', 'frontend-id': '39', 'type': 'phy'} to /local/domain/0/backend/vbd/39/51712. [2013-02-25 13:06:40 5470] INFO (XendDomainInfo:2367) createDevice: vbd : {'uuid': 'e46cb89f-3e54-41d2-53bd-759ed6c690d2', 'bootable': 0, 'driver': 'paravirtualised', 'dev': 'xvdb', 'uname': 'phy:/dev/lv/vserv1-disk', 'mode': 'w'} [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing {'virtual-device': '51728', 'device-type': 'disk', 'protocol': 'x86_64-abi', 'backend-id': '0', 'state': '1', 'backend': '/local/domain/0/backend/vbd/39/51728'} to /local/domain/39/device/vbd/51728. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing {'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/vbd/51728', 'uuid': 'e46cb89f-3e54-41d2-53bd-759ed6c690d2', 'bootable': '0', 'dev': 'xvdb', 'state': '1', 'params': '/dev/lv/vserv1-disk', 'mode': 'w', 'online': '1', 'frontend-id': '39', 'type': 'phy'} to /local/domain/0/backend/vbd/39/51728. [2013-02-25 13:06:40 5470] INFO (XendDomainInfo:2367) createDevice: vbd : {'uuid': 'e2d61860-7448-1843-3935-6b63c5d2878e', 'bootable': 0, 'driver': 'paravirtualised', 'dev': 'xvdc', 'uname': 'phy:/dev/lv/vserv1-swap', 'mode': 'w'} [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing {'virtual-device': '51744', 'device-type': 'disk', 'protocol': 'x86_64-abi', 'backend-id': '0', 'state': '1', 'backend': '/local/domain/0/backend/vbd/39/51744'} to /local/domain/39/device/vbd/51744. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing {'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/vbd/51744', 'uuid': 'e2d61860-7448-1843-3935-6b63c5d2878e', 'bootable': '0', 'dev': 'xvdc', 'state': '1', 'params': '/dev/lv/vserv1-swap', 'mode': 'w', 'online': '1', 'frontend-id': '39', 'type': 'phy'} to /local/domain/0/backend/vbd/39/51744. [2013-02-25 13:06:40 5470] INFO (XendDomainInfo:2367) createDevice: vbd : {'uuid': 'd314a46e-1ce9-0e8d-b009-3f08e29735f5', 'bootable': 0, 'driver': 'paravirtualised', 'dev': 'xvdd', 'uname': 'phy:/dev/lv/vserv1mirror', 'mode': 'w'} [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing {'virtual-device': '51760', 'device-type': 'disk', 'protocol': 'x86_64-abi', 'backend-id': '0', 'state': '1', 'backend': '/local/domain/0/backend/vbd/39/51760'} to /local/domain/39/device/vbd/51760. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing {'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/vbd/51760', 'uuid': 'd314a46e-1ce9-0e8d-b009-3f08e29735f5', 'bootable': '0', 'dev': 'xvdd', 'state': '1', 'params': '/dev/lv/vserv1mirror', 'mode': 'w', 'online': '1', 'frontend-id': '39', 'type': 'phy'} to /local/domain/0/backend/vbd/39/51760. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (XendDomainInfo:3400) Storing VM details: {'on_xend_stop': 'ignore', 'shadow_memory': '0', 'uuid': '04541225-6d3c-3cae-a4c4-0b6d4ccfac7a', 'on_reboot': 'restart', 'start_time': '1361794000.37', 'on_poweroff': 'destroy', 'bootloader_args': '', 'on_xend_start': 'ignore', 'on_crash': 'restart', 'xend/restart_count': '0', 'vcpus': '2', 'vcpu_avail': '3', 'bootloader': '/usr/lib/xen-4.0/bin/pygrub', 'image': "(linux (kernel ) (args 'root=/dev/xvdb ') (superpages 0) (tsc_mode 0) (videoram 4) (pci ()) (nomigrate 0) (notes (HV_START_LOW 18446603336221196288) (FEATURES '!writable_page_tables|pae_pgdir_above_4gb') (VIRT_BASE 18446744071562067968) (GUEST_VERSION 2.6) (PADDR_OFFSET 0) (GUEST_OS linux) (HYPERCALL_PAGE 18446744071578882048) (LOADER generic) (SUSPEND_CANCEL 1) (PAE_MODE yes) (ENTRY 18446744071584289280) (XEN_VERSION xen-3.0)))", 'name': 'vserv1'} [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (XendDomainInfo:1804) Storing domain details: {'console/ring-ref': '2143834', 'image/entry': '18446744071584289280', 'console/port': '2', 'store/ring-ref': '2143835', 'image/loader': 'generic', 'vm': '/vm/04541225-6d3c-3cae-a4c4-0b6d4ccfac7a', 'control/platform-feature-multiprocessor-suspend': '1', 'image/hv-start-low': '18446603336221196288', 'image/guest-os': 'linux', 'cpu/1/availability': 'online', 'image/virt-base': '18446744071562067968', 'memory/target': '2097152', 'image/guest-version': '2.6', 'image/pae-mode': 'yes', 'description': '', 'console/limit': '1048576', 'image/paddr-offset': '0', 'image/hypercall-page': '18446744071578882048', 'image/suspend-cancel': '1', 'cpu/0/availability': 'online', 'image/features/pae-pgdir-above-4gb': '1', 'image/features/writable-page-tables': '0', 'console/type': 'xenconsoled', 'name': 'vserv1', 'domid': '39', 'image/xen-version': 'xen-3.0', 'store/port': '1'} [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing {'protocol': 'x86_64-abi', 'state': '1', 'backend-id': '0', 'backend': '/local/domain/0/backend/console/39/0'} to /local/domain/39/device/console/0. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing {'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/console/0', 'uuid': 'c8819aed-c78f-02b8-0ef7-1600abd15add', 'frontend-id': '39', 'state': '1', 'location': '2', 'online': '1', 'protocol': 'vt100'} to /local/domain/0/backend/console/39/0. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (XendDomainInfo:1891) XendDomainInfo.handleShutdownWatch [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:139) Waiting for devices vif2. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:139) Waiting for devices vif. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:139) Waiting for devices vscsi. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:139) Waiting for devices vbd. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:144) Waiting for 51712. [2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:628) hotplugStatusCallback /local/domain/0/backend/vbd/39/51712/hotplug-status.

From my point of view, either Xen hypervisor or the kernel seems to be broken, but it's hard to tell for me. Maybe it would be easier to update the system from Squeeze to Wheezy and get rid off this problem that way? On the other hand this would solve the problem.

Are there any other people experiencing problems with that latest update of Xen and kernel?

Kategorie: DebianTags: XenDebianSoftwareBugServer 
Kategorien: Private Blogs

Vor 70 Jahren starb die Weiße Rose

Ingo Jürgensmann - 22. Februar 2013 - 8:04

„In meiner Brusttasche trage ich die Knospe einer Rose. Ich brauche diese kleine Pflanze, weil das die andere Seite ist, weit entfernt von allem Soldatentum und doch kein Widerspruch zu dieser Haltung.“ (Hans Scholl)

Heute vor 70 Jahren wurden die Mitglieder der Weißen Rose Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst durch den nationalsozialisten Strafrichter Roland Freisler in einem Schauprozeß zum Tode verurteilt, nachdem sie beim Verteilen von Flugblättern am 18. Februar 1943 im Lichthof der Ludwig-Maximilian-Universität in München erwischt worden waren. Gegen 17 Uhr wurde das Todesurteil im Gefängnis Stadelheim vollstreckt.

In der folgenden Zeit wurden auch noch Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell zum Tode verurteilt und weitere Mitglieder zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Doch eigentlich starb die Weiße Rose nicht mit ihren Mitgliedern, sondern fing erst mit ihrem Tod an, den süßen Duft der Freiheit zu verbreiten. Denn auch wenn die Flugblätter der Weißen Rose nicht den von ihren Mitgliedern erhofften Erfolg hatten, daß sich die Bevölkerung gegen Hitler erhebt, so zeigte der Prozeß und die Hinrichtung der Öffentlichkeit und vor allem auch dem Ausland, daß es in Deutschland einen Widerstand gegen das Nazi-Regime gab.

Nun muss man die Weiße Rose und ihre Mitglieder nicht gleich heroisieren. Die Wirkung ihrer Taten war zu der Zeit recht beschränkt. Aber die eigentliche Bedeutung der Weißen Rose manifestiert sich eigentlich erst nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl und ihres Freundes Christoph Probst als moralischer Leuchtturm für den Widerstand in Deutschland: da wanden sich Jugendliche vom Nazi-Regime ab, die früheren Jahren noch aktiv und maßgeblich am Aufbau der HJ und des BDMs in Ulm beteiligt waren und hohe Posten in der Führungsriege dieser Jugendorganisationen inne hatten. Und die zu dieser Zeit auch noch fest an Hitler glaubten und damit in Streit mit ihrem liberalen Vater Robert Scholl gerieten, der schon immer ein entschiedener Gegner Hitlers war.

Diese Jugendlichen wandten sich im Laufe der Jahre nun gegen das NS-Regime und kamen zu der Überzeugung "Jetzt werde ich etwas tun!" Denn schließlich geht es beim Widerstand und der politischen Willensbildung nicht nur darum, eine Meinung zu haben und gegen etwas zu sein, sondern auch darum, aktiv für seine Meinung etwas zu tun und aktiv an der Verbesserung der gesellschaftlichen Situation mitzuwirken. Den Mitgliedern der Weißen Rose blieb damals nur der Widerstand mittels Flugblättern. Sie versuchten, ihre Mitmenschen zu informieren und wachzurütteln, mit eher mäßigem Erfolg. Aber sie taten zumindest etwas. Es geht ums Tun, nicht ums Siegen.

Heute vor 70 Jahren wurden Christoph Probst, Hans und Sophie Scholl durch die Nazis ermordert. Damit starben die ersten Mitglieder der Widerstandsbewegung "Weißen Rose", aber damit starb nicht die Weiße Rose, sondern durch die Hinrichtung erlangte die Widerstandsbewegung erst ihre Bedeutung, die ihr heute zugemessen wird. Die Mitglieder der Weißen Rose starben für ihre Überzeugung, daß man etwas gegen das Unrecht der Nazis entgegensetzen müsse. Damit sollten sie Vorbild und Mahnung für uns alle sein, uns gegen Unrecht und Ungerechtigkeit einzusetzen und aktiv zu engagieren und uns nicht bloß wegzuducken.

Heute ist ein guter Anlaß, den Widerständlern, nicht nur der Weißen Rose, sondern allgemein, zu gedenken und sich selber vorzunehmen "Jetzt werde ich etwas tun!"

Kategorie: AllgemeinesTags: DemokratieBürgerrechteGrundrechtePolitikWiderstand 
Kategorien: Private Blogs

LVM on RAID5 broken - how to fix?

Ingo Jürgensmann - 19. Februar 2013 - 8:13

Some time ago one of my disks in my Software RAID5 failed. No big problem as I had two spare A08U-C2412 available to replace that single 1 GB SATA disk. I can't remember any details but somewhat went wrong and I ended up with a non-booting system. I think I tried to add the HW-RAID as a physical volume to the LVM and thought of migrating the SW-RAID to the HW-RAID or do mirroring or such. Anyway: I booted into my rescue system that was on a RAID1 partition on those disks, but LVM didn't came up anymore, because the SW-RAID5 wasn't recognized during boot. So I re-created the md device and discovered that my PV was gone as well. =:-0

No, big deal, I thought, because I have a backup of that machine on another host. I restored /etc/lvm and tried to do a vgcfgrestore after I re-created the PV with pvcreate. First I didn't use the old UUID, so vgcfgrestore complained. After creating the proper PV with UUID LVM did recognize the PV, VG and LVs. Unfortunately I can't mount any of the LVs. Something seems to be broken:

hahn-rescue:~# mount /dev/vg/sys /mnt
mount: you must specify the filesystem type

Feb 19 07:50:02 hahn-rescue kernel: [748288.740949] XFS (dm-0): bad magic number
Feb 19 07:50:02 hahn-rescue kernel: [748288.741009] XFS (dm-0): SB validate failed

Running a gpart scan on my SW-RAID5 did gave me some results:

hahn-rescue:~# gpart /dev/md3

Begin scan...
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(20470mb), offset(5120mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(51175mb), offset(28160mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(1048476mb), offset(117760mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(204787mb), offset(1168640mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(204787mb), offset(1418240mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(1048476mb), offset(1626112mb)

*** Fatal error: dev(/dev/md3): seek failure.

These is not the complete lists of VM as a comparison to the output of lvs shows:

hahn-rescue:~# lvs
LV VG Attr LSize Pool Origin Data% Move Log Copy% Convert
storage1 lv -wi-ao-- 1.00t
AmigaSeagateElite3 vg -wi-a--- 3.00g
audio vg -wi-a--- 70.00g
backup vg -wi-a--- 1.00t
data vg -wi-a--- 50.00g
hochzeit vg -wi-a--- 40.00g
home vg -wi-a--- 5.00g
pics vg -wi-a--- 200.00g
sys vg -wi-a--- 20.00g
video vg -wi-a--- 100.00g
windata vg -wi-a--- 100.00g

Please notice that /dev/lv/storage1 is my HW-RAID where I stored the images of /dev/vg/-LVs to run xfs_repair and such on. Anyway, the sizes of the recognized XFS partitions by gpart is mostly correct, but some a missing and xfs_repair can not do anything good on the backup images on storage1. Everything ends up in /lost+found, because the blocks seem to be mixed up somehow.

What I figured out is, that my old RAID5 device was in metaformat=1.2 whereas the new one is in format 0.9. My best guess is now to recreate the RAID5 device with format 1.2, do a vgcfgrestore on that and have (hopefully!) a working LVM with working LVs back that I can then mount again. If there's anything else I might be able to try, dear Lazyweb, please tell me. Please see the attached config files/tarballs for a complete overview.

Side note: except for AmigaSeagateElite3, which is a dd image of an old Amiga SCSI disk, I should have a fairly complete backup on my second backup location, so there's not much lost, but I would be a real timesaver when I would be able to recover the lost LVs. Both systems are behind DSL/cable and have a limit of 10 Mbps upstream. It would take weeks to transfer the data and sending an USB disk would be faster.

AttachmentSize
mdadm.conf_.txt954 bytes
hahn-lvm-restore.tar.gz14.7 KB
Kategorie: DebianTags: DebianLVMRAIDSoftware 
Kategorien: Private Blogs

Status of m68k port

Ingo Jürgensmann - 16. Februar 2013 - 23:10

Just another short status update on the m68k port and the autobuilders. According to Buildd.Net we have currently 6425 packages installed: 

wanna-build statistics - Sat Feb 16 22:52:37 CET 2013
-----------------------------------------------------

Distribution unstable:
---------------------
Installed : 6425 (buildd_m68k-ara5: 1011, buildd_m68k-arrakis: 86,
buildd_m68k-elgar: 217, buildd_m68k-kullervo: 52,
buildd_m68k-vivaldi: 123, tg: 3234, unknown: 1701,
wouter: 1)
Needs-Build : 1375
Building : 35 (buildd_m68k-ara5: 1, buildd_m68k-arrakis: 1,
buildd_m68k-elgar: 1, buildd_m68k-kullervo: 1,
buildd_m68k-vivaldi: 1, tg: 30)
Built : 3 (buildd_m68k-arrakis: 3)
Uploaded : 14 (tg: 14)
Failed : 80 (buildd_m68k-ara5: 31, tg: 49)
Dep-Wait : 3 (tg: 3)
Reupload-Wait : 0
Install-Wait : 0
Failed-Removed : 0
Dep-Wait-Removed: 0
BD-Uninstallable: 1750
Auto-Not-For-Us : 187
Not-For-Us : 21
total : 9978

64.39% (6425) up-to-date, 64.53% (6439) including uploaded
13.78% (1375) need building
0.35% ( 35) currently building
0.03% ( 3) already built, but not uploaded
0.83% ( 83) failed/dep-wait
0.00% ( 0) old failed/dep-wait
17.54% (1750) not installable, because of missing build-dep
1.87% (187) need porting or cause the buildd serious grief (Auto)
0.21% ( 21) need porting or cause the buildd serious grief

Considering from where we came we're doing well. Especially given the fact that still some buildds are not working properly because of the missing SCSI driver for NCR53C9XF (espfast) chips. Having that driver working would result in 4 additional buildds and at least one that is currently using slower IDE interface. 

Oh, even Kullervo is working again! Now it just needs to get relocated to the datacenter again... :-)

Kategorie: DebianTags: Debianm68kbuilddBuildd.net 
Kategorien: Private Blogs

right2water.eu - Water is a Human Right

Ingo Jürgensmann - 16. Februar 2013 - 22:52

I don't know how the water supply is organised in your country, whether it is a public water supply or private, but when you are living in the European Union it may change soon to private water supply. The EU Commission wants to liberalise the water supply and sanitation in the EU, but this would mean higher prices and less quality for the citizens.

There is a citizens' initiative against this plan, because water and sanitation is a human right and not a commoditiy that can be (ab)used by private companies to make money. Please sign the petition on right2water.eu:

Currently the petition already reached its goal of 1 Million signers, but unfortunately the rules are somewhat more complex: A certain quorum must be reached in every member country of the EU. At the moment the most signers came from Germany, so the quorum for Germany was reached. But according to a statistic posted on Twitter the quorum needs to be reached at least in 7 countries. Only Germany, Belgium and Austria did so. So please sign the petition on right2water.eu and spread the word in your country!

But why is privatization a bad idea? Especially when it is done in a Public Private Partnership (PPP)? As said, water and sanitation is a human right and must not be object for profit. What happens when water supply is done by a private corporation can be seen in the documentary "Water Makes Money" which was aired on French-German TV station "Arte" last week. You can watch it online in German and French.

The petition is running until September. There's enough time to sign it and - even more important - to contact your Members of European Parliament and request a "No!" to privatization of water and sanitation!

Kategorie: DebianTags: PolitikWirtschaftBürgerrechte 
Kategorien: Private Blogs

Seiten