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Solved: Problems with IPv6 and Bridging/Xen
Since I ordered a new dedicated rootserver, I had problems with my IPv6 setup. Thanks to Niggurath@#debian.de/ircnet and his tips, I finally found the reason for all the mess when I migrated from my old rootserver with Lenny to the new one running Squeeze.
The problem was that in /etc/sysctl.conf there was the following setting on the old server:
net.ipv6.conf.all.forwarding=1
Due to a issue in Lenny, this setting had basically no effect on the old server. Sysctl.conf was called before the IPv6 interface went up, so this setting failed or never got active. Meanwhile in Squeeze IPv6 seems to be enabled at an earlier point in the boot process and the forwarding setting will succeed. This in return resulted in my not working IPv6 setup.
When I disable the line in sysctl.conf everything works just fine: the domU honors the Router Advertisments of radvd again and everything is fine again. Sometimes the solution is so simple, you can't find it yourself. :-)
-->
Problems with IPv6 and Bridging/Xen
I've been using IPv6 on my rootserver for some time now. Last week I migrated to a new rootserver and copied my domU/VM instances over to the new hardware. Everything is working fine so far - except IPv6. The network setup is the same as on the old server: the external interface is eth0. The domU/VMs are hooked up to a bridge, called xenbr0. There's another bridge for internal communication: xenbr1.
The dom0/Xen host itself seems reachable via IPv6. The /48 subnet is provided by Sixxs and is using a static 6-to-4 tunnel. But the VMs are not reliable reachable, although it is setup in the same way as it was on the old server and where it was working like a charme.
The configs of the hosts are these:
| Debian Etch 2.6.18-6-xen-amd64 linux-image-2.6.18-6-xen-amd64 linux-modules-2.6.18-6-xen-amd64 xen-hypervisor-3.0.3-1-amd64 xen-ioemu-3.0.3-1 xen-linux-system-2.6.18-6-xen-amd64 xen-tools xen-utils-3.0.3-1 xen-utils-common |
Debian Squeeze |
| net.ipv4.ip_forward=1 net.ipv6.conf.all.forwarding=1 net.ipv4.conf.default.proxy_arp=1 |
net.ipv4.ip_forward=1 net.ipv4.ip_syncookies=1 net.ipv4.conf.all.rp_filter=1 net.ipv4.icmp_echo_ignore_broadcasts=1 |
| (network-script network-route) (vif-script vif-bridge) (dom0-min-mem 196) (dom0-cpus 0) |
(vif-script vif-bridge) (network-script network-route) (dom0-min-mem 196) (enable-dom0-ballooning yes) (total_available_memory 0) (dom0-cpus 2) (vncpasswd '') |
|
# device: eth0 |
# device: eth0
|
The config of one of the Xen domUs is this:
| Debian Lenny 2.6.18-6-xen-amd64 |
Debian Lenny 2.6.32-5-xen-amd64 |
| net.ipv4.conf.default.rp_filter=1 net.ipv4.tcp_syncookies=1 net.ipv4.conf.default.forwarding=1 net.ipv6.conf.default.forwarding=1 net.ipv4.conf.eth0.proxy_arp=1 net.ipv4.conf.default.proxy_arp=1 kernel.shmmax=268435456 |
net.ipv4.conf.default.rp_filter=1 net.ipv4.tcp_syncookies=1 net.ipv4.conf.default.forwarding=1 net.ipv4.conf.all.forwarding=1 net.ipv6.conf.default.forwarding=1 net.ipv4.conf.eth0.proxy_arp=1 net.ipv4.conf.default.proxy_arp=1 kernel.shmmax=268435456 |
|
# The primary network interface auto eth1 |
# The primary network interface auto eth0 iface eth0 inet static address 178.63.83.104 gateway 178.63.83.84 netmask 255.255.255.192 broadcast 178.63.83.127 up ip -6 address add 2001:6f8:90e:145::1/64 dev eth0 || true up ip -6 route add default via 2001:6f8:90e:1::1 src 2001:6f8:90e:1:216:3eff:fe89:6c31 || true up iptables -t nat -A POSTROUTING -s 192.168.x.96/27 -o eth0 -j MASQUERADE || true iface eth0 inet6 static address 2001:6f8:90e:145::1 netmask 64 gateway 2001:6f8:90e:1::1 auto eth1 iface eth1 inet static address 192.168.x.1 netmask 255.255.255.0 |
The dom0 seems to be reachable via IPv6 just perfectly fine. When trying to reach the domU I see packets going through the xenbr0 bridge and reaching the domU eth0 interface. The ICMP6 echo request packets (proto 58) are unanswered there, no echo replies. Strange enough it seems to work from time to time, but mostly not. I've also tried to set a generic default route like ip -6 route add default dev eth0, but still no improvement.
Did I miss something when migrating to the new server? Is there any mistake in the configs? Any suggestions are appreciated! :-)
UPDATE:
This is a tcpdump from the domU, doing a ping from dom0:
07:35:29.308261 IP6 fe80::e46d:25ff:fe1f:317b > ip6-allnodes: ICMP6, router advertisement, length 56
07:35:29.329411 IP6 gate-hro.ip6.windfluechter.net > vserv.windfluechter.net: ICMP6, echo request, seq 45, length 64
07:35:30.329439 IP6 gate-hro.ip6.windfluechter.net > vserv.windfluechter.net: ICMP6, echo request, seq 46, length 64
07:35:30.451991 IP6 2001:418:4001:3::c657:b0c5 > vserv.windfluechter.net: ICMP6, echo request, seq 52836, length 64
07:35:30.481124 IP6 fe80::e46d:25ff:fe1f:317b > ff02::1:ff70:be: ICMP6, neighbor solicitation, who has 2001:6f8:90e:1:216:3eff:fe70:be, length 32
07:35:31.329906 IP6 gate-hro.ip6.windfluechter.net > vserv.windfluechter.net: ICMP6, echo request, seq 47, length 64
07:35:31.481645 IP6 fe80::e46d:25ff:fe1f:317b > ff02::1:ff70:be: ICMP6, neighbor solicitation, who has 2001:6f8:90e:1:216:3eff:fe70:be, length 32
07:35:32.329284 IP6 gate-hro.ip6.windfluechter.net > vserv.windfluechter.net: ICMP6, echo request, seq 48, length 64
07:35:32.481114 IP6 fe80::e46d:25ff:fe1f:317b > ff02::1:ff70:be: ICMP6, neighbor solicitation, who has 2001:6f8:90e:1:216:3eff:fe70:be, length 32
07:35:33.329951 IP6 gate-hro.ip6.windfluechter.net > vserv.windfluechter.net: ICMP6, echo request, seq 49, length 64
07:35:34.329705 IP6 gate-hro.ip6.windfluechter.net > vserv.windfluechter.net: ICMP6, echo request, seq 50, length 64
UPDATE #2:
The issue is finally solved. The solution can be found here.
Thilo Sarrazin und die Meinungsfreiheit
In den letzten Tagen ist der ehemalige Politiker und jetziges Vorstandsmitglied der Bundesbank Thilo Sarrazin mit seinen umstrittenen Aussagen in seinem neuen Buch in den Medien. Er zieht darin ziemlich über Muslime und Juden her. Spiegel Online schreibt:
Der 65 Jahre alte SPD-Politiker und frühere Berliner Finanzsenator ist wegen provokanter Äußerungen unter Druck geraten. Muslimen hatte er mangelnden Integrationswillen vorgeworfen. Darüber hinaus hatte er gesagt: "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen." Dies bezeichnete Regierungssprecher Steffen Seibert als "abstrus". Sarrazin machte seine umstrittenen Äußerungen kurz vor der Vorstellung seines Buchs "Deutschland schafft sich ab" publik. Am Montagmorgen hatte er die Publikation auf einer Pressekonferenz vorgestellt ( zum Minutenprotokoll).
Das ist nicht nur abstrus, sondern auch ziemlich daneben und zeugt eher von einer anderen politischen Gesinnung als es die Noch-Mitgliedschaft in der SPD erwarten liesse. Sarrazin selber beruft sich auf seine Meinungsfreiheit, die er in seinem Buch geäußert hat. Und das er seine Meinung äußern darf, ist ein unveräußerliches Menschenrecht. Insofern halte ich es wie Voltaire, der da sagte: "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen."
Zarrazin hat durchaus das Recht, auch den größten Unsinn und Quatsch von sich abseiern zu dürfen, den er sich ausdenken mag. Richtiger wird es dadurch natürlich nicht. Das Problem ist (für ihn) nur, daß er als Ex-Politiker und Bundesbankvorstand in gewissem Sinn eine Person des öffentlichen Lebens ist und zudem im gewissen Sinne auch als Vorstand ein Amt bzw. Aufgabe hat, die ein besonderes Maß an Integrität und Moral abverlangt. Und eben das ist es, was mit den Aussagen Sarrazins und seiner Meinungsfreiheit unvereinbar ist. Warum die Bundesbank immer noch an ihn festhält, ist mir absolut unverständlich.
Ob seine Thesen wirklich nur eine Meinungsäußerung und eventuell Grundlage für eine gesellschaftliche Diskussion sind, wie Sarrazin es eventuell gerne sähe, vermag ich nicht zu beurteilen. Entweder muss das jeder für sich selber ausmachen oder aber ein Gericht muss urteilen, ob es nicht doch strafrechtlich relevant sein könnte. Persönlich ist meine Meinung aber, daß seine Aussagen ziemlich daneben sind und nicht dem Verständnis eines aufgeklärten Menschen entsprechen.
-->Die Masquerade fällt: Die Atomkanzlerin
Vor ein paar Jahren haben die Volksvertreter in Form der Rot-Grünen Regierung beschlossen, daß die Kernkraftwerke im Jahr 2022 abgeschaltet werden sollen. Das gefiel naturgemäß der Atomindustrie nicht so sehr, da man mit alten, abgeschriebenen Kraftwerken natürlich das meiste Geld machen kann. Zumal man die Entsorgung des strahlenden Mülls im wesentlichen dem Staat überlässt.
Kanzlerin Merkel will nun den Wünschen der Atomindustrie entsprechen und die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke um 10-15 Jahre durchsetzen - zudem auch gerne ohne Beteiligung der Länder, also am Bundesrat vorbei, wie Spiegel Online berichtet:
Seit diesem Sonntag ist die Sache nun klarer: Erstmals hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Zahlen für die geplante Laufzeitverlängerung genannt. "Fachlich sind 10 bis 15 Jahre vernünftig", sagte sie in der ARD. Das heißt: Statt im Jahr 2022 - wie von Rot-Grün während ihrer Regierungszeit beschlossen - würden die Atommeiler noch bis mindestens 2032 in Betrieb bleiben, möglicherweise auch bis 2037.
[...]
Als Regierungschefin werde sie darauf achten, dass "die Sicherheit als ganz oberstes Prinzip der Kernenergie" beachtet werde. Ohnehin habe Deutschland aber Atomkraftwerke, die mit ihren Sicherheitsstandards weltweit führend seien.
Darüber hinaus stellte Merkel klar, dass die Neuregelung der Atomlaufzeiten so gestaltet werde, dass eine Zustimmung des Bundesrats nicht nötig sei. Sie werde darauf achten, "dass das rechtlich belastbar ist". Im Bundesrat haben Union und FDP keine Mehrheit, SPD und Grüne haben bereits Widerstand gegen die Pläne der Regierung angekündigt.
Daß die Kernkraftwerke in Sachen Sicherheit weltweit führend seien, mag zur damaligen Zeit der Planung und des Baus gestimmt haben, aber sicherlich nicht mehr für das Jahr 2000 bis 2030. Das Kernkraftwerk Neckarwestheim wurde 1989 in Betrieb genommen, die Planung reichen aber bis ins Jahr 1970 zurück. Das Kraftwerk Krümmel wurde schon 1983 in Betrieb genommen und sollte 2019 abgeschaltet werden.
Die Idee, daß die Energiekonzerne die zusätzlichen, von der Politik geschenkten Gewinne doch bitte schön in umweltfreundliche Energiegewinnung anstatt in die Taschen der Aktionäre stecken mögen, kann nur als naiv und blauäugig abgetan werden.
Natürlich gibt es wegen der Entscheidung nun auch berechtigterweise Kritik, denn die Politik macht sich zur Marionette der Energiewirtschaft anstatt dem Willen des Volkes zu folgen. Greenpeace kritisiert entsprechend:
Scharfe Kritik an Merkel kam auch von Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation warf der Kanzlerin vor, sich bei ihrer Laufzeit-Entscheidung auf manipulierte Gutachten zu stützen, "die zu den gewünschten Ergebnissen führen mussten", sagte Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling: "Die Kanzlerin spielt mit gezinkten Karten." Merkel bediene "gegen den Willen der Mehrheit der Menschen ausschließlich die Profitinteressen von vier Unternehmen und macht sich zur Kanzlerin der Konzerne.
Wer also ein solche Politik betreibt, handelt gegen den Willen des Volkes und muss sich nicht wundern, daß ein Großteil dessen dann bei den nächsten Wahlen zu Hause bleibt. Aufgrund des großen Anteils an Nichtwählern hat die Politik aber sowieso schon ein Legitimierungsproblem. Merkel handelt unverantwortlich.
-->24/7 Support bei Hetzner, der keiner ist
Ich hab ja letzte Woche einen neuen Server bei Hetzner bestellt und auch geliefert bekommen. Erfreut nahm ich zur Kenntnis, daß Hetzner nun in seinem neuen RZ12 nach eigener Aussage rund um die Uhr Support anbietet, also 24/7:

Mein Fehler war nun leider folgender:
gate:/etc/xen/auto# reboot
The system is going down for reboot NOW!echter.net (pts/4) (Sat Aug 28 18:16:
Bell in window 0Connection to gate2.windfluechter.net closed by remote host.
Connection to gate2.windfluechter.net closed.
Nachdem ich einiges am Server gemacht habe, wollte ich den einfach mal rebooten und schauen, ob alles so funktioniert, wie von mir beabsichtigt. Leider kam der Server nach ein paar Minuten nicht wieder. Also orderte ich um ca. 18:30 eine Lara-Console an, da ich erst einmal davon ausging, daß irgendwas mit dem Netzwerk nicht stimmte. Auch zwischenzeitliche Hardware-Resets über das Webfrontend bei Hetzner waren erfolglos. Normalerweise kamen bei diversen Beauftragungen wie Resets oder Lara-Console immer automatisierte Mails vom Ticketsystem dort. Diese blieben aber auch aus.
Auch ein manueller Resetauftrag sowieso ein separates Ticket, doch bitte einmal nach dem Server zu schauen, weil der schon letzte Woche bei einem Reboot nicht wieder online kam, sondern extra Pflege brauchte, um wieder zu starten, blieben erfolg- und Feedback-los. Abends war ich dann beschäftigt, die angegebene Nummer für den 24/7 Support vom RZ12 anzurufen. Bis etwa 2 Uhr nachts kam aber nur die Ansage, daß im Moment alle Mitarbeiter im Kundensupport unterwegs seien. Auch seit heute ab 10 Uhr gibt es nur diese eine Ansage vom Band.
Feedback in Form von Ticketmails hab ich genauso wenig bekommen wie einen wieder verfuegbaren Server. Zum Glueck ist das nur der neue, noch nicht produktive Server. Derzeit läuft dort nur der primäre Nameserver und der Jabber-Server, was an sich auch schon schlimm genug ist.
Ich bin gespannt, was Hetzner zu seiner Entschuldigung vorbringen wird.
UPDATE:
Wie sich inzwischen herausstellte, ist die Ansage bei Hetzner im RZ etwas ungünstig. Wenn man die Ansage nicht ganz zu ende anhört, hat man den Eindruck, daß niemand den Anruf entgegen nehmen kann und legt dann auf. Hört man sich das dann bis nach dem Punkt an, daß man doch bitte eine schriftliche Anfrage über den Hetzner Robot stellen soll, hört man dann, daß man nur etwas warten muss, bis man verbunden wird. D'oh!
Der andere Punkt des nicht wieder starten wollens, beruht laut Hetzner auf einen Fehler im Xen Hypervisor im Zusammenhang mit ACPI. Einfach acpi=off in den Bootoptionen soll helfen. Werde ich heute abend mal testen...
Tornado in Warnemünde
Nachdem in den letzten Tagen Osnabrück wegen Überschwemmungen aufgrund von starkem Regens in den Medien war, hatten wir heute abend in Warnemünde einen Tornado:
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Fotos von der Parkstraße aus aufgenommen (von privat, Urheber bekannt). Der Tornado hat am Leuchtturm für ein bißchen Schaden gesorgt. Laut Ostsee-Zeitung wurden 6 Menschen verletzt. Wir selber waren übrigens gerade unterwegs Richtung Gehlsdorf und haben auch zwei Rüssel gesehen.
Is' dat alles 'ufrejend...
UPDATE:
Mittlerweile gibt es auch ein paar Videos, zum einen vom User gabrealoaded auf Youtube:
UPDATE 30.8.2010:
Es gibt ein paar neue Videos, die u.a. auch den Tornado direkt am Strand zeigen. Einmal z.B. von KathySchnoor. Hier das Video:
Und von T4MUD0 gibt es dieses Video:
-->
Trailer "Freiheit statt Angst" Demo
Am 11. September 2010 um 13 Uhr startet die diesjährige Demo "Freiheit statt Angst" für mehr Bürgerrechte und gegen mehr Überwachung am Potsdamer Platz in Berlin. Seit heute gibt es nun auch einen Trailer von Leena Simon und Daniel Neun unter der cc-by-sa Lizenz, um für die Demo zu werben:
Leider fehlen immer noch ein paar Spenden, um die Demo kostendeckend durchführen zu können. Wer noch nicht gespendet hat, möge dies bitte nachholen. Freiheit und Bürgerrechte gibt es leider nicht umsonst.
-->IPv6 bei Hetzner
Ich bin ja gerade dabei, einen neuen Rootserver bei Hetzner zu beziehen. Dort gibt es erfreulicherweise nun auch kostenlos ein /64 Netz auf Anfrage. Etwas seltsam erscheint mir aber folgendes:
Wenn ich ein traceroute auf 2a01:4f8:121:3346::2 mache, dann funktioniert es und ich sehe die einzelnen Hops:
Packets Pings
Host Loss% Snt Last Avg Best Wrst StDev
1. ???
2. gw-3183.ham-01.de.sixxs.net 0.0% 2 45.4 45.3 45.2 45.4 0.2
3. vl101.cr21.isham.de.easynet.net 0.0% 2 45.1 44.7 44.4 45.1 0.5
4. 2001:6f8:1:0:87:86:71:240 0.0% 2 43.1 43.9 43.1 44.6 1.0
5. 2001:6f8:1:0:87:86:77:67 0.0% 2 44.1 44.6 44.1 45.1 0.7
6. 2001:6f8:1:0:86:87:77:81 0.0% 2 42.4 44.1 42.4 45.8 2.3
7. 2001:6f8:1:0:87:86:77:83 0.0% 2 44.0 44.0 43.9 44.0 0.1
8. 2001:6f8:1:0:86:87:77:95 0.0% 2 52.8 52.9 52.8 53.0 0.2
9. 2001:6f8:1:0:87:86:77:247 0.0% 2 56.4 60.7 56.4 64.9 6.0
10. r1fra2.core.init7.net 0.0% 2 56.5 57.4 56.5 58.4 1.4
11. r1fra1.core.init7.net 0.0% 2 62.7 60.1 57.6 62.7 3.6
12. 2001:1620:1000::ba 0.0% 2 2512. 1284. 56.1 2512. 1737.
13. hos-bb1.juniper2.rz10.hetzner.de 0.0% 2 120.7 91.5 62.2 120.7 41.3
14. hos-tr3.ex3k13.rz12.hetzner.de 0.0% 2 62.9 63.6 62.9 64.3 0.9
15. 2a01:4f8:121:3346::2 0.0% 2 63.8 64.2 63.8 64.7 0.6
Wenn ich das traceroute aber auf 2a01:4f8:121:3346:216:3eff:fe89:6c31 ansetze, komme ich nur bis zu hos-bb1.juniper2.rz10.hetzner.de:
Packets Pings
Host Loss% Snt Last Avg Best Wrst StDev
1. ???
2. gw-3183.ham-01.de.sixxs.net 0.0% 3 2286. 792.4 44.8 2286. 1294.
3. vl101.cr21.isham.de.easynet.net 0.0% 3 47.5 45.3 43.7 47.5 2.0
4. 2001:6f8:1:0:87:86:71:240 0.0% 2 43.9 44.2 43.9 44.5 0.5
5. 2001:6f8:1:0:87:86:77:67 0.0% 2 43.5 43.1 42.8 43.5 0.5
6. 2001:6f8:1:0:86:87:77:81 0.0% 2 46.1 45.3 44.5 46.1 1.1
7. 2001:6f8:1:0:87:86:77:83 0.0% 2 42.9 43.7 42.9 44.5 1.1
8. 2001:6f8:1:0:86:87:77:95 0.0% 2 52.4 53.3 52.4 54.2 1.3
9. 2001:6f8:1:0:87:86:77:247 0.0% 2 56.8 57.2 56.8 57.5 0.5
10. r1fra2.core.init7.net 0.0% 2 59.9 59.7 59.5 59.9 0.3
11. r1fra1.core.init7.net 0.0% 2 61.3 65.1 61.3 68.9 5.3
12. 2001:1620:1000::ba 0.0% 2 58.7 58.2 57.7 58.7 0.7
13. hos-bb1.juniper2.rz10.hetzner.de 0.0% 2 60.6 61.8 60.6 62.9 1.6
14. ???
Selbst wenn ich selber einen Fehler in der Einrichtung gemacht haette, wuerde ich eigentlich erwarten, dass auch bei der zweiten IP noch der Hop hos-tr3.ex3k13.rz12.hetzner.de auftauchen sollte. 2a01:4f8:121:3346::2 ist die Xen dom0, also der Server an sich, und 2a01:4f8:121:3346:216:3eff:fe89:6c31 ist eine Xen domU, also ein virtueller Server.
Für mich sieht es so aus, als wenn da noch was an den Routern vor meinem Server geblockt bzw. nicht geroutet wird.
Mal abwarten, was der Hetzner Support dazu sagt...
-->Land unter in Osnabrück
Heute morgen kam im Radio die Meldung, daß in Osnabrück und Umgebung Katastrophenalarm ausgerufen wurde. Der Grund: lang anhaltende starke Regenfälle seit gestern vormittag. Allerlei Straßen seien überschwemmt und der Unterricht an den Schulen würde ausfallen.
Wer Osnabrück kennt, weiß, daß es dort häufig regnet. Der Teutoburger Wald wird deshalb von Einheimischen auch gerne mal als Teutoburger Regenwald bezeichnet. Aber derzeit scheint es wirklich ein wenig schlimmer als sonst zu sein. Die Neue Osnabrücker Zeitung hat dazu auch einen Bericht bzw. Bilder.
Wir sind dort selber relativ gut geschützt, weil das Haus nicht in einem Tal und auch nicht an einem Bach steht, aber ich durfte auch schon einmal über eine überschwemmte Straße fahren. Zumindest teilweise - bis der Luftansaugschlauch ausreichend Wasser gezogen hatte, um den Motor absaufen und mich mitten in einer Unterführung im Wasser stehen zu lassen. Glücklicherweise haben mich ein paar nette Anwohner rausgezogen. Andererseits meldet mein Nagios, daß der dortige Haus- & Hof-Server nicht erreichbar ist. Ich hoffe mal, daß nur die Internetleitung seitens des Providers ausgefallen ist.
-->Server-Umzug
Ab und zu muss mal was neues her. In diesem Fall ein neuer Server, auf dem alle diese Webseiten laufen. Der alte Server tut zwar auch noch, aber da reize ich leider schon das RAM völlig aus und besonders viel Plattenplatz steht auch nicht mehr zur Verfuegung.
Der neue Server hat doppelt so viele CPU Kerne bzw. viermal so viele (Threads), dreimal so viel RAM und mehr als dreimal so viel Plattenplatz. Also ausreichend Kapazitäten für die nächsten paar Jahre. Von der Leistung her gesehen, war ein Wechsel zwar noch nicht notwendig. Ich denke das Blog hier wird ausreichend schnell geladen - oder habt ihr da andere Meinungen?
Jedenfalls wird der Umzug nach und nach geschehen: eine virtuelle Maschine nach der anderen. Trotzdem werden manchmal einige Dienste, wie auch der Webserver und dieses Blog, zeitweise nicht erreichbar sein. Aber ich hoffe, daß ich die Ausfallzeit möglichst gering halten kann. Über entsprechende bevorstehenden Umstellungen werde ich entweder auf http://www.windfluechter.net/ oder per Twitter berichten.
-->Wehrpflicht und der Zivildienst
Es ist schon ein recht lange Zeit her, als ich mich notgedrungen mit dem Thema beschäftigen musste, das gerade wieder durch unseren von und zu Minister Guttenberg auf die Tagesordnung gesetzt wird: die Bundeswehr und die Wehrpflicht. Guttenberg will die Wehrpflicht aussetzen lassen, also Wehrpflichtige gar nicht erst einzuziehen. Bei der Taz berichten Betroffene über ihre Musterungen.
Auch ich wurde irgendwann einmal gemustert und mit T3 für tauglich befunden. Ich war sogar bei der EVP - der Eignis- und Verwendungsprüfung in Hannover. Dummerweise war ich sogar bei Mathe und Physik zu gut und musste für einen erweiterten Test mit einer Handvoll anderer nachsitzen. Nichtsdestotrotz hab ich dann irgendwann den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen (erfolgreich) verweigert.
So leistete ich dann meinen Zivildienst in der Caritas Sozialstation Georgsmarienhütte zu einer Zeit ab, als zwar der Zivildienst bereits weitgehend anerkannt war, aber dennoch der Großteil meines Abi-Jahrgangs aufgrund der kürzeren Dienstzeit den Wehrdienst wählten. Die Begründung für den längeren Zivildienst war damals, daß die Wehrdienstleistenden ja auch zu Reserveübungen eingezogen würden. Nur leider habe ich bisher von keinem meiner Bekannten gehört, daß sie zur Reserve eingezogen worden wären. Egal.
In der Zeit gab es übrigens ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Ohne Zivi geht es nicht", da auch damals die Diskussion um Wehrpflicht angesagt war. Wer selber Zivi war, weiß, daß diese Aussage damals stimmte und auch heute noch sicherlich nichts an Wahrheit verloren hat. Insofern ist die Diskussion um die Abschaffung der Wehrpflicht auch immer eine Diskussion um eine Abschaffung des Zivildienstes und somit um die Kosten unseres Gesundheitssystems. Denn Zivis übernehmen vielerorts kleinere Aufgaben, für die die examinierten Pflegerinnen und Pfleger keine Zeit haben.
Im Grunde gab es schon immer eine Ungerechtigkeit zwischen Wehr- und Zivildienstleistenden. Zum einen war/ist da die längere Dienstzeit der Zivis, zum anderen werden ganz einfach viele Wehrdienstleistenden gar nicht mehr eingezogen, da die Bundeswehr immer weiter verkleinert wurde. Je mehr Aufgaben die Bundeswehr, die mal mit dem Slogan "Bürger in Uniform" warb, übernommen hat, desto kleiner wurde sie und desto weniger Wehrpflichtige wurden eingezogen. Wer also den Kriegsdienst mit der Waffe verweigerte, hatte eine unverhältnismäßig höhere Wahrscheinlichkeit, seinen Dienst antreten zu müssen, als derjenige, der dies nicht tat. Die Wehrgerechtigkeit ist also nicht immer gegeben.
Was ist also nun, wenn die Wehrpflicht - und somit der Zivildienst - ausgesetzt wird? Heute kam im Radio auf NDR 2, daß es ein Freiwilliges Soziales Jahr für alle offen stehen würde. Also auch für Frauen. Aber läßt sich der Bedarf mit Freiwilligen decken? Wohl kaum.
Ich wundere mich schon seit meiner Zivi-Zeit, warum man das ganze Brimborium mit Musterung und Verweigerung überhaupt noch veranstaltet? Warum nicht einfach alle 18jährigen Männer und Frauen zu einem Sozialen Jahr einziehen und einfach wählen lassen? Wer zum Bund will, kann dort gerne hingehen. Wer lieber etwas Soziales machen möchte, macht dann lieber Zivildienst. Man bräuchte dann keine Gewissensentscheidung begründen und die (Wehr-)Gerechtigkeit wäre auch gegeben.
Converting AVCHD Videos
When we were going on holiday lately we took some 2-3 hours of videos. It's a Panasonic HDC-SD600 camcorder we bought for that matter. Usually I'm connecting the camera to my Mac and import the videos into iMovie or such. During the holiday I copied the clips to an external USB drive to save the space on the 16 GB SD card. The plan was to copy it back to the card and import it later. This usually works, but somehow it did not for one backup. Sadly iMovie is so dumb that it can't import directly from those file. So I needed another way to import the movies. Kdenlive is able to import the movies as well as Handbrake on OSX is able to convert them. In the end I used ffmpeg on Debian to convert the clips:
for i in *.MTS ; do echo $i ; ffmpeg -i $i -deinterlace -threads 4 -sameq /srv/video/iMovie/ffmpeg/${i}.mp4 ; done
This converts the MTS files from the camera into some MPEG4 format that iMovie is able to import by itself. The quality seems to be ok on a first quick view. Or do I miss something and there's a command switch that will result in better quality? Basically I want the same video and audio quality as the source files have.
-->Farewell to RAWstock.de
Jeden Tag entstehen unzählige Blogs neu. Meist unbemerkt von der Öffentlichkeit. Jeden Tag schließen auch viele Blogs ihre Pforten, meistens ebenso unbemerkt wie sie gekommen sind. Gestern nun las ich auf bei RAWstock.de, daß Thomas Delecat sein Blog aus persönlichen Gründen verkaufen bzw. schließen muss:
Dies ist der letzte Beitrag hier aus meiner Feder. Wie bereits vor einigen Wochen angekündigt, habe ich nach einem Nachfolger für diese Seite gesucht.
Dieser ist nun gefunden und wird die Seite in schätzungsweise zwei bis drei Wochen übernehmen. Da sich im vergangenen Jahr doch einige Dutzend Stammleser hier eingefunden haben, möchte ich mich für die Aufmerksamkeit, die vielen Kommentare, die Mails und die Gespräche jenseits der virtuellen Welt bedanken. Und natürlich auch, dem Nachfolger eine Chance zu geben.
RAWstock war für mich der Versuch, fremd in einer Stadt gestrandet, die neue Heimat kennenzulernen. Das ist gelungen - auch wenn nicht jede Erfahrung dabei unbedingt positiv war. Insofern bin ich auch ein Stück weit froh, die Seite aus der Hand zu geben.
Dennoch bleibt jetzt, wo die Dinge unter Dach und Fach sind, ein leeres Gefühl zurück: Es steckte viel Herzblut hier, die Fotos, die Texte, die Programmierung. Wenn man am Ende gezwungen ist, all dies zu verschachern, nur um wieder etwas über die Runden zu kommen, ist das nicht schön. Vergleichbar mit einem prall gefüllten Fotoalbum, für den man am Ende nur den Materialwert bekommt.
Aber Jammern nützt ja auch nichts. Darum lieber noch einmal vielen Dank an alle Leser, bei einigen werden wir uns sicher wieder über den Weg laufen und ansonsten: Bleibt der Seite treu, schaut, was der Neue so damit anstellt. Vielleicht hat er ja ein paar gute Ideen oder schlicht ein besseres Händchen. C'est la vie!
RAWstock.de hatte häufig interessante Geschichten aus dieser Stadt bzw. der Region aufgetan. Insofern ist es echt schade, daß Thomas sein Blog schließen bzw. sein Projekt eines Stadtmagazins beenden muss, weil er Geld braucht. Ich kenne die Hintergründe nicht, aber es ist trotzdem schade, wenn aus solchen Gründen ein vielversprechendes und interessantes Blog eingestellt werden muss.
Ich wünsche Thomas Delecat jedenfalls mehr Glück für die Zukunft und dem neuen Betreiber, wer immer es auch sein mag, viel Erfolg mit RAWstock.de. Falls Thomas weiterhin Lust auf Bloggen hat, würde ich mich jedenfalls über den einen oder anderen Gastartikel auf blog.windfluechter.net freuen!
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Stadt Duisburg kapituliert vor Bloggern
Es gibt da so Dokumente zum Unglück auf der Loveparade, die die Stadt Duisburg in Person von Oberbürgermeister Sauerland lieber nicht so im Netz stehen sehen mag. Deshalb hat sie zum Mittel der Abmahnung gegriffen, wie u.a. Netzpolitik.org berichtete. Bekanntlich führt sowas aber eher zum Gegenteil. Man nennt das auch Streisand-Effekt. Die TAZ berichtet nun, daß die Stadt Duisburg das Ansinnen, die Dokumente per Abmahnung unter Verschluß zu halten, nicht mehr tragfähig sei:
Am Mittwochabend kapitulierte die Stadt Duisburg. Die unkontrollierbare Verbreitung sei faktisch nicht mehr zu unterbinden, sagte ein Sprecher. Die Stadt wolle keine weiteren juristischen Schritte unternehmen. Die unkontrollierbare Verbreitung sei faktisch nicht mehr zu unterbinden, sagte ein Sprecher.
Tja, lieber OB Sauerland! Das nächste Mal vielleicht vorher mal über die Auswirkungen von Aktionen nachdenken! Hätte vielleicht auch den Opfern der Loveparade helfen können...
-->"Mein Bruder bescheisst mich!" - oder: wenn man mal schlafen will...
Gestern war ich nach fast 12 Stunden Arbeit abends relativ müde und bin fast vor dem Fernseher eingepennt. Also bin ich dann mal recht früh für meine Verhältnisse um ca. 22 Uhr schlafen gegangen. Um 23 Uhr war die Nacht aber schon wieder zu Ende, da irgendjemand meinte, an der Tür klingeln zu müssen.
Ich also runter an die Haustür, aber da war niemand. Dafür stellte ich fest, daß nicht nur bei uns in der Wohnung im Haus geklingelt wurde. Klingelstreich, dachte ich erst und hab mich wieder hingelegt. Gerade erneut eingeschlafen, klingelt es um 23:30 Uhr erneut an der Tür, aber dieses Mal im Sturm. Also wieder aus dem Bett geschält und Richtung Haustür. Dort angekommen ging aber schon eine Frau wieder weg und über den Bürgersteig.
Erneut im Bett und wieder gerade eingenickt, klingelte es kurze Zeit später um etwa 23:45 erneut an der Haustür Sturm. Ich erneut aus dem Bett und runter. Dieses Mal war die Frau noch vor der Tür, wo ich sie denn erstmal durch die geschlossene Tür (mit Glasscheibe) fragte, was sie denn wolle?
Sie wolle nur mal kurz telefonieren und ob sie das bei uns eben kurz machen könne? Warum sie telefonieren wolle, fragte ich noch. Könnte ja auch ein Notfall sein. "Mein Bruder hat mich beschissen!", sagte sie. Da das nun echt nicht mein Problem ist und schon gar nicht zu nachtschlafender Uhrzeit, habe ich sie dann mal auf diesen Umstand hingewiesen und ihr klargemacht, daß sie mit ihrem Wunsch nach einem Telefonat um Mitternacht irgendwie komplett falsch bei uns aufgehoben sei. Daraufhin ist sie dann von dannen gezogen. Und zum Glück auch dort für den Rest der Nacht geblieben.
Eigentlich sah sie relativ normal aus. Daß sie eine Schachtel Zigaretten in der Hand hielt, machte sie allerdings gleich unsympathischer - genauso wie der leichte Eindruck des Besoffenseins. Ihr war im Übrigen durchaus bewußt, daß es mitten in der Nacht war.
Da will man einmal früh schlafen und dann sowas! Leute gibt's!
-->Internetsperren gehen in die 2. Runde
Letztes Jahr stand die Netzpolitik fast gänzlich im Zeichen des Kampfes gegen die Internetsperren, die damals die Familienministerin U. v.d. Leyen einführen wollte. Das Gesetz kam zwar, wurde aber durch die inzwischen neue Regierung nicht umgesetzt. Stattdessen sollte erst von den Ermittlungsbehörden versucht werden, Server mit Mißbrauchsdokumentation löschen zu lassen.
Nun ist fast ein Jahr der Evaluierung dieses Ansatzes vorbei und schon kommt die FAZ erneut daher und fordert erneut Internetsperren, weil der bisherige Ansatz mit dem Löschen angeblich nicht funktioniere:
Konfrontiert man Frank Ackermann heute mit den Ergebnissen, gesteht er „massive Probleme“ bei Inhope ein. Nur wenige Hotlines hätten die Arbeit getan, „von der wir gedacht haben, dass sie schon längst getan wird“. Die Hotlines hätten die Provider in ihrem Land auffordern sollen, Beweise zu sichern und die Kinderpornos zu „löschen“, das bedeutet, ihre Verbindung zum Internet zu kappen. Die Provider hätten das tun können, denn auf ihren Servern liegen die Dateien zum Abruf in aller Welt bereit. Doch sie seien oft nicht direkt informiert worden, sagt Ackermann, denn viele Hotlines „machen sich gar nicht die Mühe“.
Sie geben die Fälle an die Polizei ab und meinen, die kümmere sich schon darum. Ein Irrtum. Denn die Polizei ist damit oft überfordert. „In manchen Staaten gibt es überhaupt nur drei Polizisten, die dazu in der Lage wären. Dann bleibt das in der Luft hängen“, sagt ein Mitarbeiter der EU-Kommission, die Inhope zu achtzig Prozent finanziert.
Das einzige, was die FAZ hier zu Recht schildert und kritisiert, ist aber die Verfahrensweise, mit der in Deutschland und anderen Ländern vorgegangen wird: anstatt die Provider direkt anzuschreiben und auf den fragwürdigen Inhalt der Server hinzuweisen, wird allzu häufig nur die Polizei informiert, die dann genau nichts tut. Zumindest nicht den Server vom Netz nimmt, die Beweise sichert und eine Strafverfolgung einleitet. Offensichtlich sind auch die Polizeibehörden in anderen Ländern personell und technisch mangelhaft ausgestattet. Daß aber Löschen statt Sperren funktioniert, hat Alvar Freude ja letztes Jahr schon bewiesen. Man muss lediglich die Provider selber anschreiben.
Interessanterweise verweist die FAZ selber darauf, daß lediglich die Methode, die sie bemängelt und weswegen sie nun wieder Internetsperren fordert, falsch ist und besser die Provider selber anegschrieben werden sollten:
Ackermann verweist auf eine neue Statistik über das Löschen von Kinderpornos: „Im Ausland gespeicherte Angebote sind zu 50 Prozent binnen fünf Tagen, zu 93 Prozent binnen zwei Wochen und der Rest danach offline.“ Ein hundertprozentiger Erfolg also, wenngleich offenbleibt, was „danach“ meint. Es ist nicht der einzige Schönheitsfehler der Statistik, denn mit Inhope hat sie nichts zu tun. Es handelt sich nämlich um Fälle, in denen die Eco-Hotline Provider im Ausland direkt selbst per E-Mail alarmierte. Das darf die Eco-Hotline allerdings nur dann tun, wenn Inhope in dem Staat des Providers keine Hotline unterhält. Und das ist nur sehr selten der Fall. „Sie können sich an zwei Händen abzählen, was da reinkommt an Beschwerden“, sagt Ackermann. Und gibt dann zu, es sei „im Grunde genommen Blödsinn, mit Prozentzahlen zu arbeiten“.
Werden die Provider selber kontaktiert, anstatt per INHOPE die Polizeibehörden in den jeweiligen Ländern zu kontaktieren, dann werden die Inhalte auch gelöscht. Aber warum, bitte schön, paßt man dann die Prozesse in den Ermittlungsbehörden nicht an und geht den - nachgewiesenermaßen falschen und erfolglosen - Weg über die Behörden in den Ländern?
Das Thema wird uns also nicht nur in der Europapolitik weiter verfolgen, sondern auch im eigenen Land. Am 11. September ist übrigens wieder die Demo "Freiheit statt Angst" in Berlin. Spenden für die Durchführung werden immer noch gesucht und gerne entgegen genommen!
P.S.: Netzpolitik hat dazu natürlich auch was. Interessant sind auch die Kommentare (mal von "Cordula" abgesehen).
-->Proteste gegen Projekt "Stuttgart 21"
Am Freitag protestierten Zehntausende von Stuttgartern gegen das Bauprojekt "Stuttgart 21", bei dem der Hauptbahnhof in Stuttgart von einem Kopfbahnhof zu einem Durchgangsbahnhof umgebaut werden soll. Die Kosten hierfür sollen ca. 4.1 Mrd. Euro betragen. Der Bedarf für einen Ausbau sei aber nicht gegeben, heißt es von den Kritikern. Spiegel Online berichtete u.a. über die Menschenkette am Freitag. Aber auch Alvar Freude war mit seiner Kamera dabei und hat Videoaufnahmen ins Netz gestellt.
Wenn man sich so die Videos anschaut, beeindruckt die Menschenmenge und die Kreativität des Protests - und daß es komplett friedlich abgegangen ist. Was einen aber verstört zurück läßt, ist die Tatsache, daß der Protest offensichtlich keinen Eindruck bei den Verantwortlichen hinterläßt. Da ist eine Stadt, die sich über Jahre hinweg gegen dieses Bauvorhaben ausspricht und dafür auch in Massen auf die Straße gehen. Aber die Politik geht unbeirrt den einmal eingeschlagenen Weg, ohne auf den Willen der Bevölkerung zu achten oder einzugehen. Das Bauvorhaben und das Prestige eines Unternehmens, der Deutschen Bahn, scheint wichtiger zu sein, als der Wunsch der Bürger, den Kopfbahnhof bestehen zu lassen.
Für die Demokratie wäre dies natürlich fatal. Aber die Proteste zeigen auch, daß es eine breite Protestbewegung in Stuttgart gibt, die auf die Straße geht, um für ihre Ziele zu kämpfen. Auch das ist Demokratie pur. Und es ist wichtig und richtig, daß es diese Proteste gibt. Es wäre schön, wenn die Proteste anhalten und zum Erfolg führen würden!
Dies würde vielleicht zu einer Stärkung der Demokratie und des Demokratieverständnisses bei den Bürgern führen und die politische Lethargie ein wenig reduzieren helfen. Bitter notwendig wäre es, da die Politik sich immer mehr von dem zu entfernen scheint, was die Bürger bewegt, und immer mehr zu einem Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft zu verkommen scheint. Den starken Lobbyisten sei Dank, denen sich auch die engagiertesten Politiker häufig nicht widersetzen können.
So bleibt eigentlich nur noch, den Stuttgartern viel Erfolg und vor allem Ausdauer und Durchsetzungsvermögen zu wünschen!
-->Die Sideburns im Herberts
Wie bereits am Freitag berichtet, waren wir gestern abend im Herberts in Warnemünde und haben uns dort den Auftritt der Sideburns angeschaut. Ein paar Fotos hab ich natürlich auch gemacht:
Die Band hat wie immer für ausgelassene Stimmung gesorgt und mit Pausen von 20 bis 24 Uhr gespielt. Am 1. Oktober spielen die Sideburns übrigens wieder im Alabama in Warnemünde.
-->Fefe und die Netzneutralität
Heute morgen las ich bei Fefe, daß er wenig begeistert über die Initiative "Pro Netzwerkneutralität" ist. Er poltert:
Das ist auch mein Hauptproblem mit der Initiative: das riecht für mich so, als sei das der Rehabilitierungsversuch der SPD. Die tun einfach so, als sei nichts gewesen, als hätte es die Internetsperren-Sache nie gegeben. Laut Impressum ist Björn Böhning von der SPD Betreiber der Webseite. Tut mir leid, Björn, aber die SPD hat bei mir verschissen bis in die Steinzeit. Ihr könnt jetzt nicht einfach kommen und Netzneutralität fordern und alles ist wieder gut. Euch glaube ich kein Wort mehr, nie wieder.
Fefe hat sicherlich Recht, daß die SPD in der Vergangenheit ziemlich viel Mist gebaut hat. Aber Björn Böhning ist nicht die ganze SPD, sondern ich halte ihn für einer der wenigen dort, die mehr als nur rudimentär Ahnung vom Netz haben. Die Politik läuft leider nicht so ab, daß immer nur diejenigen in der Partei bestimmen, was entschieden bzw. wie abgestimmt werden soll. Böhnings Kollege Marco Bülow hat das in seinem Buch "Wir Abnicker" auch recht gut geschildert, wie das Geschehen hinter den Kulissen ausschaut.
Fefes Rant hört sich sehr verbittert an. Mag sein, daß er das auch ist, aber so wird leider keine Politik gemacht. Es geht auch gar nicht darum, daß man in der Vergangenheit Fehler gemacht hat. Jeder wird irgendwann einmal Fehler gemacht haben. Das Entscheidende ist, daß man das Thema Netzneutralität überhaupt erstmal auf die Tagesordnung hievt und gesellschaft breit streut. Ähnlich wie bei StreetView, wo man einer Studie über die Hälfte der Bundesbürger gegen StreetView ist (Link such ich noch), wäre es sinnvoll, wenn auch beim Thema Netzneutralität sich nicht nur die jungen männlichen Bürger angesprochen fühlen würden. Das Ganze darf eh nicht Thema einer Partei sein, sondern der Gesellschaft. Also sowohl von Männern und Frauen, von Alten und Jungen, von Parteimitglieder und Nichtwählern, von Rechts, Mitte und Links. Von allen. Insofern ist die Reaktion von Fefe etwas daneben.
Wer noch nicht weiß, worum es bei Netzneutralität geht, kann sich entweder das aus Sicht Fefes politische Geschwafel bei Pro-Netzneutralität durchlesen oder aber die eher technischen Hintergründe bei Kristian Köhntopp. Fakt ist so oder so: die Netzneutralität muss gewahrt und zukünftig gesetzlich verankert werden!
-->Sideburns am Samstag im Herberts in Warnemünde
Mal wieder ein kleiner Veranstaltungstip: Am Samstag, d. 14.08.2010 um 20 Uhr spielen die Sideburns im Herberts auf der Warnemünder Mittelmole.
Die Sideburns machen Rockabilly und kommen aus Warnemünde und Umgebung. Wir hatten letztes Jahr das Glück, daß wir die Band auf unserer Hochzeitsfeier engagiert hatten, wo sie für eine tolle Stimmung bei allen Anwesenden gesorgt hatten. Wer also morgen noch nichts vor hat, sollte abends mal in Warnemünde vorbeischauen. Wer mag, darf natürlich auch im Look der 50ies kommen. :-)
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